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Und kein bisschen leise

20. Experimentelle Schloss Randegg
Schlossherr Titus Koch im Gespräch vor den Popart-Werken des Straßburger Künstlers Marc Felten. swb-Bild: mu

Auch nach 30 Jahren ist die Experimentelle erfrischend provozierend

Randegg.  Sie hat sich entwickelt, ist über die Grenzen geschwappt und ihren Kinderschuhen entwachsen - aber auch in ihrer 20. Jubiläumsausstellung in 30 Jahren hat die Experimentelle nichts an ihrem provozierenden, außergewöhnlichen Charakter und ihrer Experimentierfreude verloren. Dies zeigte die Vernissage am Freitag auf Schloss Randegg eindrucksvoll auf, wo ein Teil der zeitgenössischen Bilder, Skulpturen und Installationen der insgesamt 80 Künstler aus sieben Nationen noch bis 9. September zu sehen ist.
Gereift sind die Macher des Förderkreises für Kultur und Heimatgeschichte Gottmadingen e.V. (FöKuHei), die diesen »europaweit einzigartigen Kunst-Event«, so Bernhard Gassner, Vorsitzender des FöKuHei, im Laufe der Jahre international und professioneller gestalteten.
Für Kurator und Schlossherr Titus Koch als einer der »Geburtshelfer« der Experimentelle wurde die Ausstellungsreihe - eng verknüpft mit den zahlreichen Künstler - zu einem »prägenden Teil seines Lebens, der auch nach 30 Jahren nichts an seinem Reiz verloren habe. »Da ist etwas Gutes gewachsen, das bereichert und befriedigt«, fasst er zusammen. Seinen künstlerischen Weggefährten, Prof. Axel Heil, treibt nach wie vor die Idee an, »es immer noch besser machen zu können«, was er mit einem Brückenschlag zu den ganz Großen der Kunstwelt wie Picasso, Matisse und Giacometti verknüpfte.
Als leidenschaftliche Kunstfreundin zeigte die Schirmherrin der 20. Experimentelle, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Gesellschaft als verbindendes Element und als Identifikation des Einzelnen mit dem Land auf. »Deshalb müssen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Wohnort Kunst und Kultur erleben und daran teilhaben können«, erklärte sie. Projekte wie die Experimentelle tragen auf vorbildliche Weise hierzu bei, ist die Regierungspräsidentin überzeugt.
Für Gottmadingens Bürgermeister Dr. Michael Klinger zählt neben dem anspruchsvollen Kunstangebot, das alle zwei Jahre den Ortsteil Randegg in den Fokus der rückt, auch der ehrenamtliche Einsatz der Organisatoren, die die Kunst im doppelten Sinn des Wortes »in die Welt hinaus tragen«.
Die Experimentelle auf Schloss Randegg hat bis 9. September jeweils Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet und auf Anfrage unter Telefon 07734-97255 (www.galerie-titus-koch.de). Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, das unter www.foekuhei-gottmadingen.de zu finden ist.
Weitere Ausstellungsorte sind neben Randegg auch Amstetten/Niederösterreich (bis 14. Oktober), Ruhestetten/ Sigmaringen (13. Juli bis 9. September), Thayngen/ Schweiz (20. Juli bis 26. August), Bad Schussenried/Biberach (27. Juli bis 9. September) und Straßburg/ Elsass (9. bis 26. Oktober).

Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha