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Urkundenhäuschen wird saniert

Urkundenhäuschen Radolfzell
Das Urkundenhäuschen wurde circa 1876 erbaut und stand bis 1906 als Waaghäuschen vor dem Obertor am Luisenplatz. In ihm wurden unter anderem Viehmarkts-Urkunden unterzeichnet. Seit 1906 steht es im öffentlichen Raum am Bodenseeufer und im 1. Weltkrieg diente es auf der Mettnau als Pulverlager. swb-Bild: Stadtverwaltung

Arbeiten beginn Mitte April

Radolfzell. Unter anderem bedingt durch die rauen Wettereinflüsse in Seenähe wurden im Laufe der Jahre zunehmend Schäden am denkmalgeschützten Urkundenhäuschen im Mettnaupark sichtbar. Die Holzsäulen weisen einen starken Insektenbefall und Risse auf. Zwischen den Sockeln und Säulen ist Feuchtigkeit eingedrungen, die Stützen sind teilweise massiv vermodert. Ab Mitte April wird der bei Bürgern wie Kurgästen beliebte Platz am Seeufer in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege nun saniert, um vor allem auch die statische Standsicherheit wieder ausreichend herzustellen.
Im Zuge der Sanierung werden die Holzsäulen zum Teil erneuert und die Sandsteinsockel durch Betonsockel ersetzt, um eine deutlich längere Standfestigkeit sicherzustellen. Die an den Fenstern angebrachten Drahtnetze werden ausgetauscht, die Fassade des Gebäudes erhält einen Renovierungsanstrich, die Wände im Innern werden neu verputzt und der Fußboden muss neu aufgebaut werden. Die Restaurierung der Sitzbank und der Eingangstür erfolgt ebenfalls. Bereits 2007 wurde das Dach nach einem Sturmschaden erneuert, sodass die Biberschwanzeindeckung lediglich von Moos befreit und gereinigt werden muss.
Die Sanierung soll im Juni abgeschlossen sein. Während der Bauarbeiten ist ein Zugang zum Gebäude nicht möglich. Die Sanierungskosten sind mit 80.000 Euro im Haushalt eingestellt, entsprechende Förderanträge beim Landesamt für Denkmalpflege wurden gestellt.


Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert