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Ver.di kündigt flächendeckende Streiks auch im Kreis Konstanz an

Ver.di Streik
Wie vor zwei Jahren überzieht die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Region am Mittwoch mit zahlreichen Warnstreiks. swb-Bild: Archiv

Betroffen sind Gesundheitseinrichtungen, Kinderbetreuung bis zu Arbeitsagenturen und Bürgerservice

Kreis Konstanz. Mit flächendeckenden Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist am kommenden Mittwoch, 21.Oktober, in den Landkreisen Konstanz, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Rottweil zu rechnen, kündigt jetzt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Südbaden Schwarzwald an. Die öffentlichen Dienstleistungen in Bürgerservice, Kinderbetreuung, Kundendienst und Gesundheitsversorgung werden zeitweise im verantwortlichem Rahmen heruntergefahren werden, kündigte die Gewerkschaft am Montag an. 

Es seien alle Bereiche des öffentlichen Dienstes aufgerufen: Kitas, Stadtverwaltung, Landratsämter, Müllabfuhr, Bäder, Kliniken, Jobcenter wie Agenturen für Arbeit. Streikende werden laut der Ver.di Bezirkszentrale Schwarzwald-Bodensee auch aus den Umlandgemeinden erwartet.

„Die Arbeitgeber bewegen sich mit dem am Wochenende nun endlich vorliegenden Angebot keinen Millimeter nach vorne, vielmehr sind sie weiterhin auf der Suche nach dem sozialen Rückwärtsgang. Verschlechterungen werden als großzügiges Entgegenkommen verpackt und Mauern aufrechterhalten, die vor 30 Jahren gefallen sind,“ so die Gewerkschaft ver.di in ihrer Mitteilung. Das Angebot vom 16. Oktober bleibe weit hinter den Erwartungen der Mitglieder, betont die Gewerkschaft.

„In der Krise an vorderster Front, wenn es ums Geld geht: “Bitte ganz weit hinten anstellen“-Wertschätzung sieht anders aus! Daher bleibt kurz vor der dritten Verhandlungsrunde keine andere Wahl, als klare Kante zu zeigen und die Enttäuschung über dieses Verhalten auf die Straße zu tragen. Denn wer unverhohlen so mit seinen Beschäftigten umspringt, muss mit einer deutlichen Antwort rechnen.“

Erwartet werden für den Streiktag Teilnehmer aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes, unter anderem Müllwerker, TechnikerInnen, VerwaltungsangestellteInnen, BademeisterInnen, Pflegefachkräfte, ErzieherInnen, sowie solidarische Beamte, die ihre Pause nutzen oder Urlaub nehmen. Selbstverständlich werde auf Coronaschutz (A-H-A+L Empfehlungen) bei den Streiks geachtet.

Die Demonstration wird sich am Mittwoch nach einer Auftaktkundgebung in Konstanz vom Benediktinerplatz aus ab 10 Uhr durch die Innenstadt zur Markstätte bewegen, wo gegen 11 Uhr weitere Kundgebungen geplant sind. Gegen 12 Uhr geht es dann weiter durch den Stadtgarten zur Konzertmuschel für das weitere Programm ab 12:30 Uhr.

ver.di fordert für die rund 2 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sowie der Sparkassen werden jeweils an einem eigenen Tisch im Rahmen der Tarifrunde besprochen.

Die dritte Runde der Verhandlungen ist für den 22./23. Oktober erneut in Potsdam angesetzt.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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