- Anzeige -

Viele Fragen vor der Eröffnung des Impfzentrums

Symbolbild
Symbolbild/ Malteser

Gemeinden wollen Seniorinnen und Senioren nun unterstützen

Kreis Konstanz. Die Drähte laufen derzeit überall heiß, denn es gibt derzeit eigentlich mehr Fragen zum Impfstart im Landkreis als Antworten. Allerdings inzwischen doch genauere Auskünfte, die für die möglichen Impflinge ganz wichtig sind.

Denn das Impfzentrum des Landkreises in der Stadthalle Singen wird nun zwar am 15. Januar seinen Betrieb aufnehmen können, aber mit den ersten Impfdosen werden erst mal nur die Personen bedacht werden können, die sich nach Weihnachten durch eine Fehlschaltung auf der Homepage anmelden konnten. »Wir haben diese Personen alle angeschrieben und ihnen bestätigt, dass ihr ausgemachter Impftermin weiter gültig ist«, machte Landrat Zeno Danner am Dienstag klar.

Durch diese technische Panne sind freilich die Impfdosen für die ersten Tage in der Stadthalle schon vergeben. Wie bereits letzte Woche mitgeteilt, gibt es den nächsten freien Impftag erst ab dem 9. Februar, für den dann aber die Möglichkeit bestünde, eventuell über mehr Impfstoff zu verfügen. Für die Impftermine ab dem 9. Februar kann man sich ab dem 19. Januar Termine geben lassen, wurde nun angekündigt. »Dann wird das Impfzentrum Singen auch auf der Homepage www.impfterminservice.de  erscheinen, wenn es aktuell keine freien Termine mehr gibt und dann darüber auch Auskunft geben. Weiter sind dann Terminvereinbarungen über die Servicenummer der Kassenärztlichen Vereinigung 116 117 möglich, bei der jedoch mit Wartezeiten zu rechnen ist, die auch schon viele Wochenblatt-Leser beklagten.

Mit der aktuell gelieferten Menge an Impfdosen des Herstellers »Biontech/Pfizer« kann das Impfteam des Zentralen Impfzentrums Freiburg bei einem Termin in der Woche rund 200 Impfungen in Pflegeheimen vornehmen. Ab dem 22. Januar sollen dann auch zwei mobile Impfteams des Kreisimpfzentrums an den Start gehen, die je Woche erst mal mit rund 300 Impfdosen ausgestattet wären.

Weil die Anmeldung für die Impftermine längst nicht von allen der Ü-80-Generation bewältigt werden kann, und selbst der Engener Bürgermeister Johannes Moser bekannte, dass es bei seiner Hilfe für eine Verwandte erst im wiederholten Anlauf und einer Rückfrage über die Servicenummer klappte, werden die Kommunen hier einspringen, nachdem das Land keine Information gab.

Für eine ganze Reihe der SeniorInnen stehen eben keine Verwandten zur Verfügung, die hier helfend unterstützen könnten. Die Gemeinden im Landkreis haben sich dazu entschlossen, die Senioren lokal zu informieren und ihnen Unterstützung anzubieten, zum Teil über die Seniorenbüros, aber auch durch Bürgervereine wie in Überlingen am Ried.

Die Hoffnung aller Beteiligten ist derzeit, dass die Zahl der Impfdosen, die für den Landkreis zur Verfügung gestellt werden, bald ansteigt. Schließlich ist das Zentrum für bis zu 800 Covid-19 Schutzimpfungen täglich ausgelegt, derzeit bekommt es diese Anzahl Dosen erst mal für ganze zwei Wochen!

Wochenblatt @: Oliver Fiedler