- Anzeige -

Viele Steine noch auf dem Weg zum neuen Tempel

Hindu Tempel
Der Vorsitzendes des Hindu-Tempel Vereins, Darma Vivekachandran, auf dem bereits freigeräumten Grundstück zwischen Steinmetz und Gärtnerei im Umfeld des Singener Waldfriedhof. Durch einen privaten Grundstücksverkauf hat sich im zweiten Anlauf hier eine perspektive für rund 300 Mitlieder des Vereins eröffnet. swb-Bild: of

Hindu-Verein hat nach langer Suche endlich ein Grundstück gefunden

sSingen. Schon seit drei Jahren war der Verein »Shri Sithi Vinayagar Tempel e.V.«, in dem sich im Hegau und der Nachbarschaft lebende Hindus vereinigt haben, auf der Suche nach einem Standort für einen neuen Tempel. Im zweiten Anlauf konnte der Verein nun erstmal ein Grundstück am Singener Waldfriedhof erwerben.
Schon seit einigen Jahren haben die im Hegau lebenden Hindus bereits einen kleinen provisorischen Tempel in einem Lagergebäude beim Singener Bahnhof, wo sie sehr unbemerkt Rituale und Opferzeremonien durchführen. Doch das Gebäude steht schon länger zur Disposition im Zuge der Umbauten am Bahnhofplatz und des Shoppingcenters »CANO«. Schon vor über drei Jahren war der Verein einem Ziel relativ nahe. Im Gelände hinter dem Waldfriedhof und der ehemaligen Stadtgärtnerei sei dem Verein ein Grundstück in Erbpacht zur Errichtung eines neuen Tempels in Aussicht gestellt worden, erzählt der Vorsitzende des Vereins Shri Sithi Vinayagar Tempel e.V., Darma Vivekachandran, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Es gab auch schon Planungen durch einen indischen Architekten. Doch da spielte der Gemeinderat nicht mit.

Mehrere Veröffentlichungen in den regionalen Medien brachten nach zwei Jahren eine Lösung. Das Singener Steinmetzunternehmen Schwarz trat einen Teil der Flächen der dort ehemaligen Gärtnerei »Seitz« ab, die inzwischen geräumt wurden. Eine positiv beschiedene Bauvoranfrage ebnete den Weg zum Kauf des Grundstücks, inzwischen wurde kurz vor den Ferien auch der konkrete Bauantrag für das Gebäude genehmigt. »Das, was wir bisher an Spenden für den Neubau des Tempels gesammelt hatten, ging für das Grundstück weg, so dass wir nun nochmals ganz neu mit der Finanzierung beginnen müssen«, so Darma Vivekachandran.
Rund 1.100 Quadratmeter groß ist das Grundstück, etwa 350 Quadratmeter wird der neue Tempel groß, der schon aus Kostengründen erst mal aussieht wie jede andere Gewerbehalle, weil er möglichst günstig sein muss. Knapp 300.000 Euro kostet der Einfachbau. Der Innenausbau soll dann zum größten Teil in Eigenleistung erfolgten, wenngleich die Schreine und Altäre dann doch aus Spezialwerkstätten vom Subkontinent kommen müssen. »Wir haben in unseren Reihen viele Handwerker dabei, die uns unterstützen können«, erzählt Darma Vivekachandran, der selbst aus Sri Lanka stammt und ein eigenes Unternehmen hat. Bei der Finanzierung gilt es, noch einige Steine aus dem Weg zu räumen. Banken haben das Modell abgelehnt, dass der Verein über eine Miete einen Kredit abzahlt, jetzt will der Verein das über Kleindarlehen seiner Mitglieder auf den Weg bringen.
»Ende September wollen wir das in einer weiteren Versammlung ausloten, denn wir wollen möglichst auch in diesem Jahr schon mit dem Bau beginnen.« Denn aus dem aktuellen Gebäude am Singener Bahnhof müssten sie schon längst draußen sein.
Der Hindu-Tempel Verein »Shri Sithi Vinayagar Tempel e.V.« würde sich aber auch über Spenden aus der Bevölkerung freuen, der er sich noch vorstellen will, wenn es denn auch etwas zu sehen gibt.  Die Kontonummer: IBAN DE19 6929 1000 0228 0922 07 bei der Volksbank Konstanz (BIC: GENODE61RAD).

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler