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Vorerst keine offenen Supermärkte am Sonntag

Edeka distance
Die "sozial distance" im Zuge der Corona-Pandemie wurde auch im Edeka Markt Münchow in Rielasingen mit Klebebändern deutlich markiert. swb-Bild: of

Personalkapazitäten reichen dafür nicht aus

Singen/ Hegau. Nachgereicht wurde bei den Verordnungen im Rahmen der Corona-Krise, dass zur Vermeidung von Versorgungsengpässen in den nächsten Wochen die Supermärkte öffnen dürften, von 12 bis 18 Uhr. Im Hegau und am Bodensee wird das allerdings nicht genutzt.  Nadine Schulze von dem Edeka-Münchow-Märkten auf Nachfrage des WOCHENBLATT sagte, habe man sich in der Branche auch mit den Discounterketten darauf geeinigt, das derzeit nicht umsetzen zu wollen. "Unsere Mitarbeiter sind nach sechs Öffnungstagen bei den aktuellen Bedingungen am Limit und brauchen eine Ruhepause im Arbeitsrhythmus", sagte sie weiter. Sonst sei der Betrieb der Supermärkte irgendwann auch gefährdet. Ohnehin sei das Personal derzeit extrem knapp.

Klare Einkaufsregeln kommuniziert

Weiterhin sind die Lebensmittelmärkte in der Region durch Hamsterkäufe belastet. "Wir haben inzwischen in den Regalen Plakate mit klaren Regeln angebracht, bei denen Höchstmengen bestimmter Produkte genannt werden, zum Beispiel bei Mehl, Milche, Hefe, Toilettenpapier, Seife oder Desinfektionsmitteln. "Es gibt hier nur die Hamsterkäufe Lieferrückstände aber alles kommt wieder in den Markt", macht sei deutlich. Ein Grund zur Panik sei keineswegs gegeben. Dazu hat sich die Situation durch die Grenzschließungen zur Schweiz ohnehin entspannt, da dadurch das Kundenaufkommen an den grenznahen Standorten zum Teil sogar halbiert wurde.  Dennoch beobachten die Marktbetreiber, dass Lieferungen durch KundInnen blitzschnell über soziale Netzwerke kommuniziert würden, so dass frisch eingetroffene Ware oft innerhalb kürzester Zeit auch wieder weg sei. Auch gebe es eine ganze Reihe von Kunden, die die Beschränkungen damit umgehen wollten, in die behauptet würden, dass man noch für andere Personen mit einkaufe. Dadurch werde das Personal zusätzlich belastet, das dann in größere Diskussionen verwickelt werden.

Lob für "social distance"

Ein Lob gibt es aber trotzdem an die Kunden. Die "sozial distance", als ein Mindestabstand von zwei Metern, um damit eine Ansteckungsgefahr zu minimieren, werde doch größtenteils inzwischen ganz gut eingehalten, wenn es auch eine Gewöhnungszeit benötige. Um die "sozial distance" besser erkennbar zu machen, wurden die Bereiche von den Kassen wie auch rund um die Bedientheken mit Warnbändern markiert.

 

 

Wochenblatt @: Oliver Fiedler