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Wachstum für den Wohnungsmarkt

BGO Graf
Ein besonderer Moment der diesjährigen Generalversammlung der Baugenossenschaft Oberzellerhau war die Ehrung von Werner G. Graf für 25 Jahre im Aufsichtsrat der Genossenschaft. Vorstandsvorsitzender Thomas Feneberg und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Alder übergaben dazu die Silberne Ehrennadel des Verbands der Wohnungswirtschaft Baden-Württemberg an den aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden.swb-Bild: BGO

Baugenossenschaft Oberzellerhau investiert rund 20 Millionen Euro im Corona-Jahr 2020

Singen. »Wir hatten ein extrem aufregendes und arbeitsintensives Jahr«, damit ist nach dem ersten Lockdown-Jahr Oberzellerhau-Vorstandsvorsitzender Thomas Feneberg beileibe nicht alleine. Doch die Singener Baugenossenschaft ist mit ihrem 108. Geschäftsjahr sehr zufrieden, wie er im Mediengespräch vor der Generalversammlung erklärte, die am Montagabend in der Singener Stadthalle abgehalten wurde.
»Unsere Bauprojekte sind trotz aller Corona-Probleme im Plan. Das Riesenprojekt ›Kunsthallen Areal‹ mit 86 Wohnungen ist nach drei Jahren vor der Vollendung des letzten Bauabschnitts bald fertig, das letzte Gebäude kann nun auch bald bezogen werden«, kündige Feneberg an. Damit habe man auch städtebaulich eine Marke setzen können.
Auch an der Karl-Schneider-Straße sind die vier Gebäude mit Wohnungen so weit fortgeschritten, dass auch die Geschäftsstelle der Genossenschaft schon in der kommenden Woche dorthin umziehen könne. Und auch an der Wehrdstraße unterhalb des Hegau Towers gehen die Arbeiten im bisher größten Einzelprojekt der BGO mit seinen 84 Wohneinheiten und Einkaufsmarkt seit dem Spatenstich im Frühjahr munter vorwärts, wenn nicht der aktuelle Sandmangel auf dem Bau hier den Fertigstellungstermin in 2024 für das gesamte Projekt noch zum Wackeln brächte. Rund 40 Millionen Euro werden dort investiert. Am Montagabend wurde der Geschäftsbericht der Genossenschaft bei der Mitgliederversammlung in der Singener Stadthalle vorgestellt und abgesegnet.
 Rund 20 Millionen Euro wurden im letzten Jahr investiert, davon rund zwei Millionen Euro in Modernisierungen – was alleine schon 2.200 Handwerkeraufträge bedeutete unter den ganz besonderen Bedingungen.
Deshalb stieg die Bilanzsumme von 78,4 Millionen Euro auf 98,4 Millionen Euro an, in 2014 betrug die Bilanzsumme gerade mal 45,7 Millionen Euro, was das Wachstum der Genossenschaft in den letzten Jahren unterstreicht, die sich enorm engagiert für die Schaffung von neuem Wohnraum, der auch dringend benötigt wird.

Auf rund 500 bis 600 Personen schätzt Feneberg die aktuelle Warteliste auf Wohnraum. Nur rund ein Drittel der Bewerbungen für die Neubauten kämen aus dem eigenen Bestand, die weiteren Personen wären neue Mitglieder, mit denen die Genossenschaft weiter wachsen könnte. 228 neue Mitglieder kamen in 2020 hinzu, die BGO ist damit auf 2.600 Mitglieder angewachsen. Insgesamt 1.440 Wohnungen sind inzwischen im Bestand. Auch wenn die Baukosten derzeit in die Höhe schossen, wolle man weiter auf das Angebot »sozialverträglichen Wohnraums« setzen. Auch bei den Neubauprojekten solle die Miete die zehn Euro nicht stark überschreiten.
Unter dem Strich der Bilanz bleibe für 2020 ein Jahresüberschuss von 1,41 Millionen Euro, der zwar etwas geringer als im Vorjahr (1,74 Millionen Euro) sei, was aber dem vermehrten Aufwand und Mindereinnahmen in der Hausbewirtschaftung geschuldet sei. Durch die gewaltigen Investitionen ist auch die Eigenkapitalquote der Genossenschaft gesunken von 30 auf 25,4 Prozent, obwohl es in Summe um 1,3 Millionen Euro anwuchs.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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