- Anzeige -

Wanderer durchqueren ganzen Hegau

Hegau 24
Eine besondere Lichtshow wurde den 24-Stunden -Wandereren ab Mitternacht in der Mühlbachschlucht bei Tengen durch den Circus Casanietto aus Engen geboten. swb-Bild: of

Aktion des Schwarzwaldvereins über 24 Stunden

Enge. Am Freitagabend starteten die rund 150 Teilnehmer der Aktion »Hegau 24« des Schwarzwaldvereins Engen zu ihrer Wanderung, bei der sie rund 24 Stunden unterwegs waren, um in dieser Zeit rund  90 Kilometer zwischen Engen, Tengen, Randegg und Singen zurückzulegen.
Dass dieser vom Schwarzwaldverein Engen organisatorisch betreute Marathon-Wanderung doch eine besondere Bedeutung beigemessen wird, machte die Anwesenheit von Landrat Zeno Danner, den Oberbürgermeistern Bernd Häusler (Singen) und Martin Staab (Radolfzell), wie von Hilzingens Bürgermeister Rupert Metzler und Geschäftsführer Eric Thiel von »Regio Tourismus« deutlich, welche das Spalier bei der Eröffnung durch Engens Bürgermeister Johannes Moser und den Vorsitzenden des Engener Schwarzwaldvereins, Peter Kamenzin, bei den Eröffnungsansprachen bildeten.

Das Wanderevent vom Wochenende sei ein ernst gemeinter Testballon gewesen, für eine »Hegau 24« alle zwei Jahre, wenn man mit den staatlichen Naturschützern nicht allzu sehr verquer komme. Diese forderten zum Beispiel, den Einsatz von Stirnlampen nur mit Rotlicht zu benutzen, um noch brütende Vögel oder Wild im Wald nicht zu sehr zu stören. Auch ist deswegen die Zahl der Teilnehmer stark eingeschränkt gewesen auf unter 150 Starter, um nicht als »Volkswanderung klassiert zu werden. Die 24-Stunden-Wanderungen stellen einen neuen Trend dar, der auch schon in vielen weiteren Regionen angeboten wird.

Die Wanderer benötigten längst nicht alle die angekündigte Zeit wie sich schon am ersten großen Verpflegungspunkt in Tengen zeigte. Dort sollten die ersten Wanderer gegen Mitternacht eintreffen, waren aber deutlich schneller gewesen. In Tengen wurde unter anderem eine »Illumination« der Mühlbachschlucht mit Kerzen für die Wanderer geboten. Der Engener »Circus Casanietto« sorgte dort für eine besondere Aktion mit seinen Licht- und Feuerspielen um hier die Wanderer zur Rast bis vier Uhr morgens zu verlocken. Und es gab zum Beispiel die Möglichkeit in der finsteren Nacht, in die noch finsteren Gewölbe der Hinterburg abzutauchen, die Claudia Schäffer dort den staunenden Gästen erklärte.
Auch an vielen weiteren Punkten wurde eine Rast angeboten: Zur Erweiterung des Horizonts für alle, die nicht nur das Ziel vor Augen hatten. Das zeigte sich beim Zieleinlauf überdeutlich. Der erste Wanderer kam bereits um 10 Uhr morgens wieder an der Stadthalle in Engen an, also nach 16 Stunden. Die »Besenläufer«, die auch gleich alle Markierungen wieder entfernten, brauchten bis 18.30 Uhr, um im Ziel empfangen zu werden.

Rund 80 Helfer des Schwarzwaldvereins waren im Einsatz. Etwa 20 der Wanderer hätten aus eigenen Stücken die Wanderung abgebrochen, weil es am Samstag sehr heiß war. Die Sanitätsdienste wurden nicht benötigt, höchsten für Blasenpflaster, hieß es im Zielraum.

Mehr Bilder gibt es in unserer Galerie.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler