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Was wäre das Auto ohne die Frauen

Mac Frauen Sutter
Im Dunkelraum des MAC leuchtet ein von der Schweizer Aktionskünstlerin Corinne Sutter gestalter BMW i8. Wie er entstand kann man auf der Leinwand erleben. swb-Bild: of

Spannende Geschichten im Museum Art & Cars / MAC 2 schon vor Ostern 2019 in Aktion

Singen. Was wäre das Auto, wenn es die Frauen nicht gäbe? Und was wäre die Frau, wenn das Auto einst von Männern nicht erfunden wäre? Zugegeben, ein weit gestecktes Feld, das da der Titel "Starke Frauen" im Singener Museum Art & Cars möglich wäre. Aber dort geht es einfach um schöne Geschichten besonderer Beziehungen zwischen dem technischen Gerät und der Kunst, wie Kurator Christoph Karle zur Vernissage der Ausstellung am Samstagabend vor rund 200 Gästen deutlich machte. Das Stifterehepaar Gabriela Unbehaun-Maier und Hermann Maier ließen zur Vernissage freilich schon mal ein bischen in Richtung "MAC 2" blicken, das nach der Planung um Ostern 2019 eröffnen soll. Dort soll es verstärkt jüngere Kunst geben, die es ab Ende August diesen Jahres schon in der Baustelle geben soll, kündigte Hermann Maier an.

Christoph Karle hob indess die Rolle der Frau zum Thema Automobil in seiner Eröffnungsmoderation hervor. Das Auto haben sie natürlich nicht erfunden, aber die erste Autofahrt wurde von Bertha Benz bewältigt. Und Frauen haben - laut Patent - zum Beispiel den Scheibenwischer oder den Rückspiegel erfunden. Und auch die erste Weltumrundung mit einem "Adler" wurde von einer Frau geschafft. Da hat das Automobil durchaus Türen geöffnet. Christoph Karle konnte auf dem Podium die Künstlerin Nina Nolte begrüßen, deren fotorealistischen Gemälden ein ganzer Raum im Obergeschoss gewidmet ist. Nina Nolte hat durchaus Benzin im Blut, wie sich dabei herausstellte. Und Werbefotograf Werner Eisele, der einst die neuen Mercedes-Modelle oder Porsches mit Frauen für Deutschland richtungsweisend in ein durchaus erotisches Licht stellte, bekannte gar, dass er am Anfang eher die Frauen der Rennfahrer im Visier gehabt habe, als die schnellen Autos. Und dass man damals, aus Mangel an Budget, eben schon mal die Sekretärin des Porsche-Chefs mit dem neuen 911er ablichtete. Perücken konnten da Wunder der Verwandlung bewirken.

Mehr Bilder von der Vernissage gibt es in der Galerie.

 

 

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler