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"Wir sind es wert"

Warnstreik ver.di
Rund 300 ver.di-Gewerkschaftsmitglieder aus der weiteren Region waren in Singen am Montag zu einer Warnstreik-Kundgebung vor dem Singener Rathaus zusammen gekommen. swb-Bild: of

Zentrale ver.di Warnstreik-Aktion vor dem Singener Rathaus

Singen. Schon seit dem 1. März überzieht die Gewerkschaft "ver.di" mit ihren Mitgliedern Deutschland mit Warnstreik-Aktionen das Land, am Montag hat diese Welle auch Singen erreicht. Nach Angaben der Gewerkschaft fanden an diesem Tag zweistündige Warnstreiks unter anderem bei den technischen Betrieben der Stadt Singen und Konstanz, in den Kliniken Radolfzell und Tuttlingen wie bei den Stadtverwaltungen statt. Rund 300 Mitstreiter versammelten sich am späten Vormittag vom dem Singener Rathaus zu einer zentralen Kundgebung, bei der kämfperische Töne angeschlagen wurden.

Die Forderungen der Gewerkschaft, die bei den Verhandlungen in Potsdam eingebracht wurden, sind 6 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro; 100 Euro mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikant/-innen; die unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss, eine Anhebung des Nachtarbeitszuschlags in Krankenhäusern auf 20 Prozent, sowie Tarifverträge für die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tarifierten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse in Anlehnung an TVAöD bzw. TVPöD.

Ursula Hanser, Bezirksvorsitzende Schwarzwald-Bodensee, die hier mit Bezirksgeschäftsführerin Sylvia Nosko auftrat erkärte unter dem Motto der Aktion "Wir sind es wert", das man gesichts der großen Überschüsse in den Haushalten der Kommunen eben Teil haben wollte am wirtschaftlichen Erfolg des Landes, denn in vielen Bereichen hätte die Lohnentwicklung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst deutlich Nachholbedarf und hinke hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Man solle hier endlich der Arbeit dieser Beschäftigen den Wert beimessen, den sie auch habe. Deutlich wurde auf der Kundgebung gemacht, dass man, um als Gewerkschaft stärker aufreten zu können, auch stärker organisiert sein müsse: deshalb sollen die Streiktage auch dazu genutzt werden, neue Mitglieder zu gewinnen. 

Bezirksgeschäftsführerin Sylvia Nosko bemerkte, dass sich die Beschäftigten schon mal den 10. April in die Kalender schreiben sollten. Denn wenn die weiteren Verhandlungen der Tarifparteien Potsdam keine Fortschitte berächten, werde ab diesem Tag voraussichtlich dann richtig gestreikt.

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Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler