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Zorn Maschinenbau sucht Platz zum Wachsen

Zorn Maschinenbau
Bei der Vorführung der in Stockach entwickelten hochkomoplexen Fertigungszentren für kleinste Teile: Zorn Maschinebau-Geschäftsführer Martin Zeiher, Bundestagskandidatin Ann Veruschka Jurisch und MdEP und dessen Virzepräsidentin Nicola Beer. swb-Bild: of

Austausch im Wahlkampf mit Europaabgeordneter Nicola Beer

Stockach. Prominenten Besuch gab es kürzlich im Rahmen des Wahlkampfs beim Stockacher Unternehmen Zorn Maschinenbau. Mit einer Delegation des FDP Kreisverbands und Bundestagskandidatin Dr. Ann Veruschka Jurisch erwies auch Nicole Beer, Abgeordnete im Europäischen Parlament und dessen Vizepräsidentin, darüber hinaus noch stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberalen, die Ehre eines Besuchs. Die Wahlkämpfer konnten dabei einen "Hidden Champion" kennen lernen, der jetzt an die Bundespolitik nicht mal die großen Wünsche hatte, sondern der eher auf eine lokale Lösung sucht.

Denn das Unternehmen mit Kleinstmaschinenbau in Sinne von "Industrie 4.0" sei seit der Integration in die Inpotron-Gruppe (Hilzingen) doch aufgrund seines interessanten Portfolios von damals 20 auf mittlerweile 54 Mitarbeiter gewachsen und bräuchte dringend mehr Platz um die erfolgreiche Entwicklung fortzusetzen, wie Geschäftsführer Martin Zeiher erklärte. Schon länge gebe es eine Anfrage bei der Stadt Stockach, aber keine geeigneten Grundstücke, da derzeit die drei Gewerbegebiete der Stadt voll sind, und geplante Erweiterungen auch schon vergeben seien. Den Platz bräuchte man schon, denn in der "Lämplefabrik" an der Höllstraße ist man ja nur Mieter und muss sich das Gebäude mit dem angestammten Unternehmen "Zorn GmbH" aus dem der Maschinenbau 1987 als eigener Geschäftszweig gebildet wurde, teilen.

Erfolgreich ist das Unternehmen im Maschinenbau für kleinste Teichen, wie sie zum Beispiel auch im medizinischen Bereich gefragt sind - und da entwickelt Zorn Maschinenbau hochautomatisierte und digitalisierte Fertigungszentren. Die Erfahrung dafür wurde im Glühlampenbau gesammelt.

Das Unternehmen ist da im deutschsprachigen Raum ein gefragter Partner und muss mit seiner Spezialisierung nicht einmal Konkurrenz aus Fernost fürchten, machte Martin Zeiher den Besuchern deutlich. Vor allem mit extrem kleinen Fertigungszentren, die dadurch auch viel weniger Energie benötigen, zum Teil sogar bis zu 90 Prozent, ist das Unternehmen Zorn Maschinenbau der Spezialist schlechthin und hat die Auftragsbücher voll.
Im Zuge der weiteren Diskussion kam dann aber doch ein politisches Thema zur Sprache: Die Rente. Weil fachlich versierte Mitarbeiter für die weitere Entwicklung dringend benötigt werden, scheue man sich keineswegs Mitarbeiter einzustellen die die 50 zum Teil deutlich überschritten hätten. Und da könne man auf Erfahrung setzen. Die aktuelle Regelung, entweder Rente oder Arbeit, hält Martin Zeiher für viel zu unflexibel. "Gut wäre es, wenn man hier zum Beispiel Halbtags- oder Teilzeitmodelle entwickeln, und damit die Lebensarbeitszeit durchaus verlängern könnte", ist sein Vorschlag. Damit würde auch ein weicherer Übergang zwischen Erwerbsleben und Ruhestand geschaffen und die Unternehmen könnten auch länger von der Erfahrung ihrer älteren Mitarbeiter profitieren. Die weitere Diskussion zeigte, dass der Vorschlag angekommen war - bei den Liberalen zumindest.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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