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Zwei Marktfrauen für den Herz-Jesu-Platz

Marktfrauen
Das Modell für die Marktfrauen für den Singener Marktplatz an der Herz-Jesu-Kirche von Gero Hellmuth. swb-Bild: pr

Singener Künstler Gero Hellmuth will zwei Figuren als Ortsmarke beisteuern

Singen. Der bekannte Singener Künstler Gero Hellmuth hat der Stadt Singen auf dem neugestalteten Marktplatz am Herz-Jesu-Platz die Realisierung eines seiner Kunstprojekte angeboten. Dabei handelt es sich um einen Entwurf des Künstlers mit dem Titel „Marktfrauen“ – zwei weibliche Bronzefiguren mit Hund mit dem typischen Hintersinn Hellmuths, die auch schon seinen Narrenbrunnden vor dem Rathaus wie seine Scheffel-Statue im Stadtgarten auszeichnen. Als möglichen Standort hatte Hellmuth den Bereich südlich des Brunnentroges vorgeschlagen.  Der Kostenentwurf des Kunstprojekts liegt bei rund 50.000 Euro aufgrund Materialkosten und des Erstellungsaufwandes wurde nun in der letzten Sitzung des Gemeinderats informiert. Dem Künstler wurde seitens der Stadtverwaltung aber bereits im Vorfeld signalisiert, dass die Finanzierung ausschließlich über Sponsoren erfolgen müsse, da ein städtisches Engagement ausgeschlossen werde. Darauf will Gero Hellmuth eingehen. 

Das Projekt war bereits Gegenstand einer Beratung im Ältestenrat am 18. Februar, als vor der Corona-Krise - und wurde dort eingehend diskutiert sowie durchaus unterschiedlich beurteilt. Einigung herrschte dagegen darüber, dass sich die Stadt daran finanziell nicht engagieren werde. Aus der Mitte des Ältestenrates wurde die Forderung formuliert, angesichts des umfangreichen Kunstwettbewerbsverfahrens, das für die Gestaltung des Zugangs zur Tiefgarage durchgeführt worden war, die Meinung des Künstlers des Siegerentwurfs für den Aufgang vom Parkhaus her, Lukas Schneeweiss, einzuholen.

Diesem Vorschlag war die Stadtverwaltung inzwischen mit folgendem Ergebnis nachgekommen: „Ich sehe die geplante Bronzeplastik „Marktfrauen“ von Gero Hellmuth als große Bereicherung für den Herz-Jesu-Platz. Von meiner Seite keinerlei Einwand! Ein wunderbarer und wertiger Kontrast zu meinem „Weltraum“. Auch die Platzierung ist optimal. Ich freue mich, nach diesen abstrakten Zeiten, auf einen Ausflug nach Singen, um den Platz in heutiger Form neu zu entdecken", gab Lukas Schneeweiss als Stellungnahme zurück.

Angesichts dieser überaus positiven Stellungnahme stellte die Verwaltung nunmehr die Umsetzung des Kunstprojekts „Marktfrauen“ von Gero Hellmuth nun dem Gemeinderat zur Abstimmung vor. Und der hat sich nun auch mit starker Mehrheit für die Erlaubnis ausgesprochen, das Kunstprojekt als privaten Beitrag für die Platzgestaltung zu genehmigen. Seit der Fertigstellung des neuen Marktplatzes war immer wieder die Kritik geäußert worden, der Platz sei zu "leer".

Wochenblatt @: Oliver Fiedler