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Zweimal ohne Klemenzfest wollte Steißlingen nicht sein

Bürgerteller
Bei der Überreichung der Steißlinger Bürgerteller 2021: der Singener Museumsleiter Christoph Bauer, Bürgermeister Benjamin Mors, Hubert Zimmermann, Gunter Roos und seine Frau Verena. swb-Bild: Gemeinde
Klemenzenfest
Auch in klein war das Flair des Festtags spürbar und die Stimmung sehr positiv entspannt. swb-Bild: Gemeinde

Stimmungsvolle Mini-Auflage machte sie Sehnsucht nach »normalen Zeiten« spürbar

Steißlingen. Trotz einiger Corona-Auflagen konnte das diesjährige Klemenzenfest im kleineren Rahmen stattfinden und darüber zeigten sich die Steißlinger Bürgerinnen und Bürger sehr froh. »Zweimal darf das Fest nicht ausfallen«, machte Bürgermeister Mors in seiner Rede zur Bürgerehrung denn auch deutlich, deshalb habe man das Wagnis unternommen, bei dem bis vor wenigen Wochen nicht klar war, ob das überhaupt geht.

Eröffnet wurde das durch das Kabarett mit Alfred Mittermaier am Freitagabend in der Seeblickhalle. Der Kunst- und Kulturkreis freute sich, dass nach der aufwändigeren Organisation doch 160 Kabarettfreunde den Weg in die Halle gefunden hatten. Sie wurden mit einem lustigen Abend voller Wortakrobatik und teils auch schwarzem Humor belohnt.

Am Samstagabend fand das Pfälzer Weinfest des Musikvereins in der Torkel statt. Die 200 verfügbaren Plätze waren in kürzester Zeit im Vorverkauf bereits ausverkauft – und das lag nicht am Durst. Den Besuchern sowie auch den Veranstaltern und Musikern der »Flotten Spätlese« merkte man die Erleichterung an, endlich wieder feiern zu dürfen. An allen drei Tagen konnte man sich zudem auf dem Rummelplatz und bei den Bewirtungsständen des Fußballclubs in der Gartenstraße vergnügen. Die großen und vor allem kleinen Besucher freuten sich darüber, dass der Rummel überhaupt stattfand – dass er etwas kleiner ausfiel, spielte hier für die meisten kaum eine Rolle. Der Klemenzenfestsonntag wurde traditionell mit drei Böllerschüssen und einem Festgottesdienst eröffnet. Die anschließende Prozession konnte ebenfalls stattfinden. Der Musikverein gab noch ein kleines Platzkonzert auf dem Kirchplatz. Außerdem gab es noch einen musikalischen Überraschungsauftritt der Hegauer Alphörnle. Abgerundet wurde das Programm am Sonntag durch weitere Bewirtungsangebote des Motorsportclubs und der Handballabteilung des TuS auf dem Schulgelände.

Bürgerteller für Kunstkreis-Motoren

Den gelungenen Abschluss machte am Montagvormittag der 45. Bürgertag in der Seeblickhalle. Dort galt es, Gunther Roos und Hubert Zimmermann vom Kunst- und Kulturkreis mit dem Bürgerteller der Gemeinde Steißlingen zu ehren. Als Gastredner war dazu kein geringerer als der Singener Museumsleiter Christoph Bauer in die Seeblickhalle gekommen, um unter dem Titel »Wozu Kunst und Kutlur« die beiden Motoren des Kunst- und Kulturkreises Steißlingen zu würdigen, die den Verein zu einem Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde wie in der Region entwickelt hatten. Der eine kam aus Hamburg in den Süden, den anderen zog es erst mal von Steißlingen weg bis in den Westerwald, bevor er mit 80 Lenzen wieder in die Heimat zurückkam, und das mit vielen Kunstvisionen, unter anderem auch aus der Schule des Neuen Bauhaus. Als gut abgestimmtes Duo haben die beiden viel bewegt, zum Beispiel viele Bilder ins Rathaus für die sonst zu diesem Fest angesetzten Kunstausstellungen, jüngste Beispiele waren die Kunst im Abbruchhaus an der Lange Straße oder in diesem Sommer der von so vielen gelobte Kunstpfad von der Baumschule ins Dorf mit ganz vielen Beiträgen zu den »Elementen«.

Die Bürgerehrung wurde wegen der aktuellen Beschränkungen aufgezeichnet. Das Video soll alsbald auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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