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Zweiter Turm von Pokorny am CANO steht

Pokorny Bahnhofplatz
Die beiden „Türme“ wurden von einem Spezialtransporter nach Singen gebracht. Im Kreisel an der Erzbergerstraße steht einer der beiden Türme. Der Künstler war vor Ort und überwachte den Aufbau. swb-Bild: Stadt Singen

Wichtiger Schritt vor der Fertigstellung des neuen Bahnhofplatz

Singen. Am Montag wurde die zweite Plastik „Turm“ des Bildhauers Werner Pokorny auf dem zweiten Kreisel des Bahnhofvorplatzes aufgestellt. Ein weiterer Meilenstein in der Neugestaltung dieses wichtigen Innenstadtplatzes wird damit Realität. vermeldet die Stadt Singen. "Mit dem Cano-Neubau und der Errichtung des neuen Busbahnhofs profiliert sich die Stadt Singen als zentrale Handels- und Einkaufsstadt. Mit der Aufstellung der beiden aufeinander bezogenen Turm-Plastiken tritt Singen als eine moderne, weit in die Region ausstrahlende Kunst- und Kulturstadt hervor", so das Statement aus dem Singener Rathaus.

Im Juli 2018 stimmte der Singener Gemeinderat für die Anschaffung der beiden, je sechs Meter hohen Plastiken aus Cortenstahl von der Hand des international renommierten Bildhauers Werner Pokorny. Der Vorschlag dazu war aus dem Singener Kunstmuseum gekommen. Im November 2019 wurde die erste Plastik gesetzt. Nun wurde die zweite Plastik an Stelle der ersten neu platziert. Die bis dato aus Platzgründen auf dem ersten Kreisel „geparkte“ Arbeit wurde auf den fertig gestalteten Kreisel beim Cano aufgebaut. Die Arbeiten waren nicht vom aktuellen Lockdown auf der Cano-Baustelle betroffen, weil außerhalb davon.

Das zentrale, unverkennbare Motiv in Werner Pokornys Werk ist die zeitlose Form des Hauses. Für die beiden Singener Plastiken hat der Bildhauer mehrere stilisierte Hausformen spielerisch und abwechslungsreich zu aufragenden Türmen übereinander gestapelt. Sowohl die Gesamt- als auch die zeichenhaften Einzelformen beziehen sich auf den urbanen Standort. Wie auf einer Bühne treten beide Türme in den Kreisverkehren auf.

Werner Pokorny (*1949) aus Karlsruhe-Ettlingen zählt zu den bedeutendsten Bildhauern aus dem deutschen Südwesten. Sowohl seine Holzskulpturen als auch seine Stahlplastiken sind wesentliche Beiträge zur Weiterentwicklung und Neudefinition der dreidimensionalen Kunst in unserer Zeit. Als langjährig an den Kunstakademien in Karlsruhe und Stuttgart lehrender Professor hat er einer ganzen Generation junger Bildhauer ein neues Selbstwertgefühl für die Möglichkeiten autonomer Plastik vermittelt. Pokorny ist Fachmann für Kunst im öffentlichen Raum. Seine markanten Großplastiken finden sich zahlreich auf Straßen und Plätzen in- und ausländischer Städte.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

Stichworte:
Bahnhofplatz | Pokorny | Kreisel | Cano | ZOB

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