Sie war einst selbst Mitglied im Unitheater Konstanz
Cecilia Amann ist neue Leiterin des Unitheater

Auf dem Bild: Cecilia Amann
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  • Foto: Auf dem Bild: Cecilia Amann // swb-Bild: Ruthe Zuntz
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Konstanz. Das Unitheater Konstanz (UTK) bekommt eine neue Leitung. Wie die Universität mitteilte, wird Cecilia Amann im Sommersemester 2022 mit Studierenden der Universität Konstanz die erste Inszenierung erarbeiten.

Die Schauspielerin und Kulturmanagerin ist seit langem mit dem Unitheater Konstanz verbunden, an dem sie vor allem als Schauspielerin mitgewirkt hat. Bekannt wurde Cecilia Amann in der deutsch-schweizer Region auch durch die Künstlergruppe „crucible“. Die derzeit in Berlin lebende Künstlerin wird künftig an der Universität Konstanz jeweils eine Theaterproduktion pro Semester entwickeln. „Es ist großartig, eine neue Leitung zu haben, die Zurück-zu-den-Wurzeln und Aufbruch-zu-Neuem verbindet. Ich freue mich sehr auf die Produktionen von und die Zusammenarbeit mit Cecilia Amann“, sagt Maren Rühmann, die als Leiterin der Abteilung für akademische und internationale Angelegenheiten auch für studentische Aktivitäten wie das Unitheater zuständig ist.

Seit ihrem 15. Lebensjahr bis zu ihrer Ausbildung zur Schauspielerin war Cecilia Amann Mitglied des Universitätstheaters. Ihre erste Produktion war 1995 „Die Bakchen“ von Euripides unter der Regie der langjährigen Unitheaterleiterin Tessa Theodorakopoulos. Ab da spielte die damalige Schülerin, die in Konstanz zu Hause war, jeweils an einer Produktion des Unitheaters mit. Später hat sie hier selbst inszeniert. Nicht zuletzt gab die jährlich stattfindende Sommertheaterschule von Tessa Theodorakopoulos den Ausschlag für den Beruf als Schauspielerin.

Ihre Schauspielausbildung absolvierte Cecilia Amann von 2001 bis 2004 am Drama Centre London. Nach ihrem Abschluss erhielt sie ein festes Engagement in der Schauspielbühne in Stuttgart, wo die zweisprachig aufgewachsene Darstellerin bis 2009 auch in englischsprachigen Inszenierungen zu sehen war. Bereits während dieser Zeit gründete sie gemeinsam mit ihrem Bruder und weiteren Konstanzer Künstlerkollegen die Gruppe „crucible“, mit der sie in Konstanz und Berlin mit eigenen Produktionen auftrat.

Über den organisatorischen Teil der freien Produktionen entstand der Wunsch, sich näher mit Kulturmanagement zu befassen, das sie von 2010 bis 2013 an der Universität Zürich studierte. Für ein dafür notwendiges Praktikum kam sie zur Stiftung Bauhaus in Dessau, für die sie später immer wieder auch als freie Mitarbeiterin in Projekten mitwirkte. Im Jahr 2019 war die vielseitig Kulturschaffende zum 100-jährigen Jubiläum der Stiftung an der Organisation eines Theaterfestivals beteiligt.

Zur gleichen Zeit unterhielt sie mit den „crucible“-Mitgliedern in Berlin einen Arbeitsraum, in dem sie bis 2015 Ausstellungen, Kino, Konzerte und Aufführungen organisierten. 2014 bekam „crucible“ den Konzeptionsförderpreis des Landes-Baden-Württemberg für professionelle Privattheater.

Bevor Cecilia Amann im kommenden Sommersemester mit dem UTK ihre erste Inszenierung herausbringt, wird sie mit den Studierenden einen Workshop abhalten, in dem es um grundlegende Dinge wie Körpertraining, Stimme, Improvisation und Rollenentwicklung geht. Bis zu der ersten gemeinsamen Produktion wird zuvor auf der Studiobühne ein Stück zu sehen sein, das die Studierenden in Eigenregie erarbeitet haben. In „Romulus der Große – eine ungeschichtliche historische Komödie in vier Akten“ von Friedrich Dürrenmatt geht es um „den vermutlich sorglosesten Kaiser der Geschichte“. Premiere ist am 4. Februar 2022.

- presseinfo

Autor:

Redaktion aus Singen

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