Aber: erste Fälle mit Omikron schon auf der Intensivstation angekommen
Immer noch die Ruhe vor dem Sturm

Symbolbild

Kreis Konstanz. »Wir nähern uns wieder einer Datenvollständigkeit nach dem Jahreswechsel an, bei einer Inzidenz um 323«, zeigte sich Landrat Zeno Danner im Rahmen der Medienkonferenz des Krisenstabs zuversichtlich darüber, dass die Infektionszahlen auch über die Feiertage im Landkreis nicht merklich angestiegen sind.
Die Variante »Omikron« taucht immer massiver auf, zwei Patienten auf den Intensivstationen der Kliniken des Gesundheitsverbunds haben einen schweren Verlauf mit der neuen Variante, einer davon sei erst vierzig Jahre, beide seien ungeimpft gewesen, wurde durch die ärztlichen Leiter der Kliniken am Dienstag informiert. Ansonsten habe sich in den letzten Tagen die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 merklich verringert, sagten Prof. Frank Hinder (Singen) und Prof. Marcus Schuchmann (Konstanz).
Gleichwohl richtet man sich auf die Welle ein. Interessanterweise ist den beiden Leitern die Impfquote der Mitarbeitenden in den eigenen Häusern unbekannt, wie sie auf Nachfrage in Bezug auf die angekündigte Impfpflicht in Pflegeberufen sagten. Das werde in den Abteilungen kommuniziert.

Wer kontrolliert die Impfpflicht?

Noch nicht geklärt sei in diesem Zusammenhang auch die Aufgabenverteilung an die Gesundheitsämter, die dann bei Einsetzen der Impfpflicht Nicht-Geimpften quasi ein Betretungsverbot ihrer Arbeitsplätze verhängen müssten, sagte Landrat Danner. Es solle einen Ermessensspielraum für die Behörde geben, der aber nicht wirklich definiert sei. Ausnahmen könne es geben, wenn eine Einrichtung im Betrieb bedroht sei, weil Mitarbeiter fehlten.

Änderung bei Quarantäne?

»Die bundesweit angekündigte Verkürzung der Quarantäne wegen der befürchteten Auswirkungen der Omikron-Welle ist noch nicht im Land und damit auch nicht im Landkreis angekommen«, unterstrich der Landrat am Dienstagmorgen. Konkret bedeutet es, dass bei der für die Omikron-Variante wieder aufgenommenen Kontaktverfolgung bisher noch die üblichen Isolationszeiten gelten. Das könnte sich aber schnell ändern, weil in Stuttgart mittlerweile angekündigt wurde, dass man das schon vor Berlin umsetzen wolle.
Die Tage der in Konstanz, Singen, Radolfzell und zuletzt in Stockach eingerichteten Impfstützpunkte scheinen gezählt. Sie sollen bis Ende Januar betrieben werden, die mobilen Impfteams aber noch bis Ende April. Es gebe dazu aber diese Woche ein Gespräch mit dem Gesundheitsministerium.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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