Bürgerinnen und Bürger können aktiv mitwirken
Photovoltaik-Ausbau geht voran

Das Dach der Konstanzer Schänzlehalle
  • Das Dach der Konstanzer Schänzlehalle
  • Foto: Das Dach der Konstanzer Schänzlehalle mit der neuen Photovoltaik-Anlage. // swb-Bild: solmotion project GmbH
  • hochgeladen von Redaktion

Konstanz. Vor Kurzem ist auf dem Dach der Schänzlehalle eine neue Photovoltaik (PV)-Anlage in Betrieb gegangen, das geht aus einer Pressemeldung der Stadtwerke Konstanz hervor. Sie ist eine von 13 neuen Anlagen, die aus den Mitteln eines Bürgerdarlehens durch die Stadtwerke Konstanz realisiert werden.

»Die Anlage wird rund 147.900 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugen – das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 62 Haushalten mit 3 Personen. Ebenso werden durch die Anlage jährlich circa 102 Tonnen CO2-Äquivalent (CO2e) eingespart«, erklärt Fachplaner Marco Rinderspacher vom Energieservice der Stadtwerke Konstanz, der den Bau der Anlage koordiniert.

Insgesamt werden 13 neue Anlagen in ganz Konstanz und den Vororten installiert, die durch das kürzlich von den Stadtwerken umgesetzte Bürgerdarlehen realisiert werden können. Vorwiegend werden sie auf Dächern städtischer Gebäude und auf Mehrfamilienhäusern gebaut. Als Gesamtleistung wurden rund 739 Kilowatt-Peak (kWp) prognostiziert. Dabei sollen im Laufe jeden Jahres rund 509 Tonnen CO2e eingespart werden – das entspricht in etwa 2,5 Mio. gefahrenen Kilometern mit einem PKW. Die Beteiligungsplattform beteiligung.stadtwerke-konstanz.de gibt weitere Auskunft zur Lage der Anlagen und den Projektdetails.

»Das Wichtige ist, dass wir die Bürgerinnen und Bürger vor Ort an der Energiewende beteiligen können«, sagt Gordon Appel von den Stadtwerken Konstanz. »Jeder soll mitmachen können – es ist schön zu sehen, wie die Menschen dies rege annehmen.«

Innerhalb von nicht einmal drei Werktagen war das Volumen des Bürgerdarlehens von 520.000 Euro gezeichnet. Für ihre Investition erhalten »ÖkostromPlus«-Kundinnen und -Kunden der Stadtwerke Konstanz einen Zins von 2,0 Prozent p.a. über 5 Jahre; 1,5 Prozent p.a. gibt es für alle anderen Kundinnen und Kunden.

Angesichts der Akzeptanz der Erneuerbaren Energien in Deutschland sind solche Beteiligungsformate von großer Bedeutung. »Gerade für uns als Stadtwerk ist es sehr wichtig, den Menschen vor Ort diese Beteiligungsmöglichkeit zu bieten. Wir arbeiten bereits an weiteren Projekten“, so Gordon Appel. „Möchte man informiert werden, wenn es ein neues Bürgerdarlehen gibt, dann sollte man sich auf www.stadtwerke-konstanz.de/buergerdarlehen registrieren.«

Eine weitere Möglichkeit, sich selbst aktiv beim Photovoltaik-Ausbau einzubringen, ist die Solaroffensive, ein gemeinsames Projekt von Stadtwerken und Stadt Konstanz sowie der Energieagentur Kreis Konstanz und verschiedenen Unternehmen der Solarbranche. Im Rahmen der Initiative möchten die Projektpartner Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Gewerbetreibende über den Nutzen von Solaranlagen informieren und sie im günstigsten Fall bei der Umsetzung begleiten.

»Wem ein eigenes Dach gehört, sollte es mit PV belegen. Es lohnt sich mit der Solaroffensive Kontakt aufzunehmen. Das geht ganz einfach unter www.konstanz.de/solaroffensive. So können wir die Energiewende gemeinsam voranbringen«, sagt Gordon Appel.

- Anja Kurz

Autor:

Redaktion aus Singen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.