HSG U23 hatte "Sand im Getriebe" gegen den TSV Birkenau
Ein Dämpfer vor dem heißen Derby

Moritz Ebert
  • Moritz Ebert
  • Foto: Moritz Ebert konnte in der zweiten Hälfte sein Comeback nach langer Verletzungspause im Tor der HSG U23 feiern. swb-Bild: Pisa/ HSG
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Konstanz. Die Zwangs- und lange Spielpause war der U23 der HSG Konstanz deutlich anzumerken. Mit reichlich Sand im Getriebe und wenigen Höhepunkten musste sich die Drittliga-Reserve dem TSV Birkenau mit 24:26 (14:16) beugen. Viel Zeit zum Aufarbeiten bleibt der Mannschaft von Vitor de Faria Baricelli und Benjamin Schweda allerdings nicht. Bereits am Mittwoch, 20.30 Uhr, findet mit dem Derby gegen Steißlingen eines der Saisonhighlights in der Schänzle-Sporthalle statt, ehe am Samstag, 20 Uhr, noch einmal ein Heimspiel gegen Schmiden ansteht.

Nicht einfach stellte sich die Situation in den letzten Wochen für die blutjunge Perspektivmannschaft der HSG Konstanz dar. Drei der letzten Spiele mussten verlegt werden, zuletzt gab es eine weitere Zwangspause. Neben dem fehlenden Rhythmus war den Konstanzern so die Spritzigkeit und Entschlossenheit etwas abhanden gekommen. Gegen einen leidenschaftlich kämpfenden TSV Birkenau gab es direkt die kalte Dusche – 0:4 nach acht Minuten. Erst Jan Stotten brach nach knapp zehn Zeigerumdrehungen den Bann. Viel besser wurde es aber auch danach nicht. Konstanz tat sich unglaublich schwer, seine Leichtigkeit und Spielfreude zu entwickeln. Birkenau drückte in jedem Angriff extrem auf die Bremse, baute in aller Ruhe auf und reizte die Angriffe oft eine ganze Minute aus. Dies mit großem Erfolg, weil dann kurz vor dem Zeitspiel oft genau die richtige Entscheidung getroffen wurde und Birkenau sich auf Akteure wie Routinier Simon Spilger, der zehn Treffer markierte, verlassen konnte.

„Die Vorzeichen waren nicht optimal“, erklärte Trainer Benjamin Schweda, „aber das entschuldigt nicht unsere Leistung. Da war kein Feuer drin und wir haben uns von Birkenau komplett einschläfern lassen. Birkenau hat clever langsam gespielt und das gut gemacht. Wir haben es nicht geschafft, von langen Abwehrsequenzen richtig ins Tempo zu gehen.“ Wobei sich die HSG-Talente doch zahlreiche gute Chancen herausspielen konnten und auch immer wieder in den Tempogegenstoß kamen – dann aber reihenweise am toll reagierenden TSV-Schlussmann Nils Heckmann scheiterten. „Wir waren nicht cool genug, den Torwart auszuspringen“, so Schweda. Einzig Jan Stotten behielt die Nerven, nachdem Jo Knipp nach einer Viertelstunde den 7:8-Anschluss besorgt hatte. Anschließend kämpfte sich Konstanz immer wieder nach Rückständen zurück. Als Birkenau eine Viertelstunde vor Schluss auf fünf Tore davonzog, sprach nicht mehr viel für die Gelb-Blauen.

Doch plötzlich ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Fehlenden Kampf konnte man den Gastgebern nicht vorwerfen. Luca Merz, zweimal Jan Stotten und Gianluca Herbel machten nach einer erfolgreichen Auszeit von Vitor Baricelli und Benjamin Schweda aus einem 20:24 den 24:24-Ausgleich Danach bot sich die freie Chance zur Führung – vergeben. Pech kam in den letzten Sekunden mit einem Abpraller zum Gegner und umstrittenen Entscheidungen auch noch dazu. Letztlich jubelte Birkenau nach großem Einsatz über zwei Punkte. Grund zur großen Freude gab es dennoch: Torwart-Eigengewächs Moritz Ebert feierte nach Kreuzbandriss und langer Verletzungspause sein Comeback in der zweiten Halbzeit mit einem tollen Einstand und einer sehr guten Vorstellung. Vitor Baricelli und Schweda sind glücklich: „Super, wie er schon da ist. Er überzeugt regelmäßig im Training. Es ist sehr bemerkenswert, was er in seinem Alter schon draufhat. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn wieder an Bord haben. Er wird uns sicher noch einige Punkte sichern.“

Nun ist die Vorfreude auf das Derby und eine große Kulisse gegen Steißlingen am Mittwoch, 20.30 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle riesengroß. Gegen Steißlingen fordern Baricelli und Schweda eine gute, aggressive Abwehr, denn „wir haben etwas gutzumachen. Das gehört zum Lernprozess dazu. Am Mittwoch müssen wir uns anders präsentieren. Das erwartet jeder und das erwarten die Jungs von sich selbst auch. Gegen Steißlingen sind es immer heiße Spiele und ein Highlight für alle.“ Zumal Steißlingen auch ganz dringend Punkte für den Klassenerhalt sammeln muss!

- Andreas Joas

Autor:

Redaktion aus Singen

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