Das buddhistische Vesakh-Fest erstmals in Radolfzell gefeiert
Eine Insel der Glückseligen ist überall

Vasakh-Fest
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  • Foto: Die Hauptorganistorinnen des Vasakh-Festes: die westliche tibetanisch buddhistische Nonne Tsunma Konchok Jinpa Chodron vom Radolfzeller Weltkloster; Vajramala, Leiterin des »Maitreya Mandala«, Überlingen am See.swb-Bild: eck
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Radolfzell. Alltagsstress, Überforderung, zunehmende Vereinsamung, familiäre und berufliche Konflikte entziehen den Menschen viel Lebenskraft. Der innere Halt und die Orientierung bekommen Risse. Zerbröckeln wie eine Mauer, die der Last nicht standhält. Auch nach der New-Age-Bewegung, dem Hype nach Spiritualität, suchen Menschen nach dem Lebenssinn und innerer Zufriedenheit: einer Insel der Glückseligen. Fündig werden sie nach wie vor in Traditionen und Methoden der fernöstlichen Kulturen. Ayurveda, Yoga, Qi Gong und andere Meditationsarten lindern den westlichen »Zivilisationsschmerz«. Einige fänden über diese Ebenen den Zugang zur buddhistischen Religion, sagt die westliche buddhistische Nonne Tsunma Konchok Jinpa Chodron. »Buddhismus ist für reife Menschen, jeden Alters«. Zeitgenossen, die an sich arbeiten, eröffne sich ein neuer Lebenssinn. Manche gelangten zu einem neuen Lebenskonzept. Die Praxis des Buddhismus sei Geistestraining.
Das buddhistische Vesakh-Fest, das kürzlich erstmals am Bodensee in Radolfzell öffentlich gefeiert wurde, zog keine Menschenmassen an. Doch viele Anhänger der buddhistischen Traditionen und der fernöstlichen Kultur trafen sich zu einem Tag der inneren Einkehr, der Besinnlichkeit und Meditation, um das höchste buddhistische Fest gemeinsam zu feiern. Als Teil des Weltkulturerbes von den Vereinten Nationen im Jahr 1999 gewürdigt und als internationaler buddhistischer Feiertag anerkannt, wird Vesakh am ersten Vollmondtag im Mai begangen. Am Tag des Vesakh vereint sich Buddhas Geburt, Erleuchtung und Hinübergehen. Anlässlich des Festes erhalten Bedürftige verschiedene Gaben und Geschenke. Auch stünde der Schutz allen Lebens im Vordergrund. Unter diesem Aspekt sollen die Spenden der Festbesucher für Baumpflanzungen verwendet werden, als Beitrag zum Erhalt der Umwelt, erklärt Nonne Jinpa Chodron. So wurde als Teil des Festprogramms ein Baum bei der »Alten Konzertmuschel«, dem Veranstaltungsort, gepflanzt und an die Stadt übergeben.
Organisiert wurde das Fest durch die ‚Buddhistische Gemeinschaft Maitreya Mandala‘ Überlingen, unter Beteiligung verschiedener buddhistischer Vereinigungen aus dem Landkreis Konstanz, sowie aus Kreuzlingen und Schaffhausen. Die westliche Nonne Tsunma Konchok Jinpa Chodron, vom Radolfzeller Weltkloster, ist Mitorganisatorin und führte durch das Festprogramm. Derzeit ist sie die einzige Bewohnerin im Weltkloster, das sich seit 20 Jahren dem interreligiösen Austausch und Dialog widmet, unter anderem mit den Christlichen Gemeinden der Region.
Die Zukunft des offenen Radolfzeller Weltklosters ist ungewiss. Ende 2018 laufe der Vertrag mit der Stadt aus, erklärt die Nonne.

- Matthias Güntert

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Redaktion aus Singen

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