Weitere Perle im Rahmen der Heimattage im Milchwerk Radolfzell
Landespreis für Heimatforschung in Radolfzell vergeben

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  • Foto: Der erste Preisträger Matthias Maier aus Gundelfingen beim Interwiew über sein Projekt duch den Co-Moderator Lothar Rapp aus Radolfzell -auf Abstand. swb-Bild: MWFK-BW, Jarausch
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Radolfzell. Der mit insgesamt 17.500 Euro dotierte Landespreis für Heimatforschung 2021 geht an neun Autorinnen und Autoren oder Autorenteams, die sich ehrenamtlich mit lokalgeschichtlichen Fragestellungen ihrer Heimat beschäftigt haben. Die feierliche Preisübergabe wurde im Milchwerk Radolfzell als weiterer Punkt der Heimattage 2021 vollzogen mit Kultur-Staatssekretärin Petra Olschowski.

Die teils noch recht jungen Preisträgerinnen und Preisträger kommen in diesem Jahr aus Aglasterhausen, Ellwangen, Freiberg, Freiburg, Filderstadt, Gundelfingen, Kirch- berg/Jagst, Oberndorf am Neckar, Rheinfelden, Rottweil und Wellendingen.

„Es ist durch Globalisierung, weltweiter Vernetzung und gestiegener Mobilität umso wichtiger, dass wir uns mit dem eigenen Lebensumfeld, mit Traditionen und unserer Geschichte vor Ort auseinandersetzen. Die mit dem Landespreis für Heimatforschung ausgezeichneten Arbeiten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Identität Baden-Württembergs, indem sie neue und interessante Aspekte aus der Lokal- und Regionalgeschichte behandeln, festhalten und weitergeben. Ich freue mich besonders, dass sich auch Schülerinnen und Schüler und weitere junge Menschen intensiv mit den vielfältigen Aspekten der Heimat beschäftigen“, sagte Petra Olschowski.

Heimatforschung erstreckt sich auf ein breites Themenspektrum, das von der Orts-, Siedlungs- und Naturgeschichte über Themen zur Migration bis hin zu lo- kalen Traditionen und Lebensläufen herausragender Persönlichkeiten reicht. Aus 109 eingereichten Bewerbungen wurden die ausgezeichneten Arbeiten ausge- wählt. Der unabhängigen Jury gehörten Vertreterinnen und Vertreter des Landes- ausschusses Heimatpflege sowie Persönlichkeiten aus der Forschung und dem Schulbereich an. Neben den mit einem Preisgeld von insgesamt 17.500 Euro do- tierten Auszeichnungen wurden auch acht Arbeiten mit Anerkennungsurkunden für das geleistete Engagement gewürdigt.

„Kenntnis und Verstehen der eigenen Heimat sind wichtig für eine kulturelle Iden- titätsfindung. Die Heimatforschung trägt dazu bei, die Vielfalt örtlicher und regio- naler Traditionen Baden-Württembergs – gerade in einem zusammenwachsen- den Europa – bewusst zu machen. Sie kann zu einem tieferen Verständnis von Heimat führen und dazu beitragen, die Heimat anderer in Toleranz zu achten“, betonte Petra Olschowski.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2021:

Erster Preis (5.000 Euro): Matthias Maier, Gundelfingen+ber "Johann Schaeuble (1904-1968). Dozent für Erb- und Rassenbiologie an der Universität Freiburg 1937–1945."

Zweite Preise (jeweils 2.500 Euro): Dr. Bernd Hainmüller, Freiburg zu "Tod am Schauinsland – Das "Engländerunglück" am 17. April 1936 und seine Folgen."

Ulrich Fröhner, Kirchberg/Jagst mit "Mistlauer Dorfgeschichten"

Preis „Heimatforschung Digital“(geteilt: für Bernd Pieper, Oberndorf am Neckar (www.burg-ruinen.de) und für Claudia Söder, Thorsten Söder, Ludwig Müllner und Mátyás Gritsch†, Freiberg / Aglasterhausen mit der "Homepage Ödenburger Land" www.oedenburgerland.de

Jugendförderpreis (geteilt) an Aaron und Raphael Haas (Ellwangen) über"Todesmärsche 1945 - unendlich war das Leid". Dokumente und Zeitzeugen exemplarisch am Dorf Neunheim, und an David Butschek und Jonathan Arnold, Wellendingen (Rottweil) über "Rottweil im Zeichen des Nationalsozialismus".

Schülerpreis (geteilt): Louis Hulin (Rheinfelden) über "Rheinfelden Früher – Heute" und an Konrad Möller, (Filderstadt) über "Going to the dogs. Die Erfolgsgeschichte der Windhundrennbahn Plattenhardt und ihre Einordnung in die historische und gesellschaftliche Entwicklung.

Radolfzell war in diesem Falle nur der Ort der Verleihung gewesen. Es hatte sich zwar ein Team aus Studierenden der Uni Konstanz mit einem Beitrag über die Radolfzeller Heimattage-Ausstellung „Patchwork Heimat“beworben gehabt, kam aber nicht zum Zuge.

In Anerkennung der Leistungen wurden acht weitere Werke mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet und dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg übergeben.

Mehr auch unter www.landespreis-fuer-heimatforschung.de

- presseinfo

Autor:

Redaktion aus Singen

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