Versorger hat bis 2023 vorgesorgt/ Allerdings: Mächtige Bewegung im Strommarkt
Stadtwerke Radolfzell: Strompreise für die meisten erst mal stabil

Stadtwerke Umspannstation
  • Stadtwerke Umspannstation
  • Foto: Derzeit investieren die Stadtwerke in eine neue Übergabestation, die am Donnerstag und Freitag in eine spektakuären Aktion mit aus Bremen per Sondertransporten gelieferten Modulen neben dem bisherigen Gebäude eingeschwenkt wurden. Dafür war das ganze Gebi
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Radolfzell. Das ist die gute Nachricht. Die Stadtwerke Radolfzell als regionaler Stromversorger müssen bei den allermeisten Tarifen für Privatkunden ihre Strompreise nicht erhöhen. Darüber informierten im einem Medientermin nun Stadtwerke Geschäftsführer Andreas Reinhardt und Vertriebsleiter Joachim Kania. Auch wenn die Preiskurve für Strom derzeit steil nach ob geht, besonders seit Oktober wegen der Stromverknappungen, habe man den aktuell gelieferten Strom und auch den, der nächstes Jahr noch geliefert wird, schon mit einem Vorlauf von bis zu drei Jahren "eingekauft", also sich die Liefermengen bei den Stromerzeugern gesichert, gaben die beiden bekannt.

Allerdings wird eine Erhöhung bei der sogenannten "Grundversorgung" nötig sein, weil sich diese Lieferungen in dem Umfang nicht prognostizieren ließen, wurde weiter Informiert. Diese Grundversorgung werde aktuell sehr stark nachgefragt, das viele "Billig-Stromanbieter" ihren Kunden derzeit Verträge auch kurzfristig kündigen mit der Begründung, den Strom nicht mehr, bestimmt aber nicht mehr zum vereinbarten Tarif zu liefern. Als Regionaler Versorger sei man aber im Sinne der Daseinsfürsorge verpflichtet, allen Strom zu liefern. Die Stadtwerke Radolfzell seien da allerdings derzeit noch eine gute Alternative, bekräftigte Joachim Kania, im größten Vergleichsportal im Internet sei man (Stand Donnerstag) derzeit trotz 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen, der günstigste Anbieter, macht der im Mediengespräch deutlich. Die Stadtwerke Radolfzell hätten in ihrem Einzugsbereich gegenwärtig eine Marktabdeckung von 80 Prozent. #

Rund 70 Prozent der Stadtwerke-Kunden nutzen nach Angaben der Stadtwerke Sondertarife, zum Beispiel auch den "Regionalstrom", der aus einem Umkreis von 50 Kilometern bezogen werden muss für das Label. Das bleibt der Preis auch unverändert. Bei der Grundversorgung müsse allerdings eine Erhöhung von 1,9 Cent auf die Kilowattstunde nun vorgenommen werden, was für einen durchschnittlichen Haushalt rund 4 Euro mehr bedeute.

Auch Gaspreis soll nur "moderat" steigen

Seit Jahresbeginn habe sich der Gaspreis beim Einkauf fast verdreifacht - auch politisch gesteuert, berichtet Andreas Reinhardt. Auch hier habe man sich aber schon langfristig Lieferungen zu Fixpreisen gesichert, so dass man hier mit einer Erhöhung von 1,8 Cent in das kommende Jahr starte. Für einen Drei-Personen-Haushalt bedeute das dann freilich schon Mehrkosten von rund 18 Euro mehr im Arbeitspreise. Die Grundpreise bleiben gleich. Etwas 50 Prozent der Stadtwerke-Kunden hätten freilich sogenannte "Fixpreise" gewählt, so dass sich für sie nichts ändere. Man biete den Kunden Beratung an, um in günstigere Tarife wechseln zu können, wovon bereits rege Gebrauch gemacht wird.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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