500 Jahre nach Christus
Kriegerisch und Lust auf Feste

Mit dem sinkenden Stern des römischen Reichs drang ein Volk der Sueben und Alamannen in unsere Raumschaft vor, und beide Völker sind wahrscheinlich sehr eng mit einander verwandt, auch wenn das den Badenern in ihrem Spott über die Schwaben nicht gefällt. Vermutlich aus einer Region östlich von Berlin startete diese Völkerwanderung, Teile der Suebenzüge kamen sogar bis in den Nordwesten Spaniens. Der bedeutendste Fund dieser neueren Vorzeit in unserer Region wurde erst vor einigen Jahren in Mühlhausen-Ehingen ausgegraben. Hier war eine ganze Siedlung zu finden, doch viele Zeugnisse werden deshalb nicht gefunden, weil darauf unsere heutigen Orte stehen.

Info:
Die Schlacht im Teutoburger Wald, als Varus sich den Germanen geschlagen geben musste, entschied auch über die künftigen Einwohner unserer Region.

Die Alamannen, heute Alemannen, waren ein durchaus kriegslüsternes Volk, dass aber auch, ähnlich wie die Kelten schon, den Hang hatte ausgiebigst zu feiern. Künstlerisch gestaltete Trinkbecher sind Zeugnisse davon. Um 289 unserer Zeitrechnung ist in einem Dokument aus Trier erstmals von einem Land "Alemanni" die Rede. Ein Staat war das aber nie. Es war eine Ansammlung verschiedener Stämme, die auch nicht in einem geordneten Zug, wie etwa die Langobarden nach Italien im 6. Jahrhundert zogen. Erst die Christianisierung brachte Strukturen in das gesellschaftliche Konglomerat.

Oliver Fiedler

Autor:

Redaktion aus Singen

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