S7 nachträglich eingeweiht
Bodensee-S-Bahn kann ein Stück wachsen

Erst mal an den Wochenenden verbindet die »S7« seit Dezember Romanshorn und Lindau-Festland.
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  • Erst mal an den Wochenenden verbindet die »S7« seit Dezember Romanshorn und Lindau-Festland.
  • Foto: swb-Bild: Georg Trüb/IBK
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Lindau. Fahrgäste können schon seit Dezember 2021 an den Wochenenden mit der neuen S7 ohne umzusteigen von Romanshorn über Bregenz nach Lindau-Reutin fahren. Die offizielle Eröffnung der neuen Linie erfolgte pandemiebedingt nun erst am Samstag, wie die Medienstelle der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) nun informierte. Das Projekt wurde auch von der IBK stark über die Grenzen hinweg forciert. Die Besteller des Angebots aus Bayern, Österreich und der Schweiz sehen zusammen mit ÖBB und Thurbo vor, die S7 ab Dezember 2023 dann täglich bis Lindau-Insel zu verlängern.

Die für den vergangenen Dezember geplante Eröffnungsfeier musste aufgrund des unübersichtlichen Infektionsgeschehens verschoben werden. So wurde die neue S-Bahn-Linie S7 nun am Samstag durch viele namhafte Personen aus Politik, Tourismus und Verkehr offiziell eingeweiht. „Mit der Aufnahme des Betriebs der S7 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht worden“, so der IBK-Vorsitzende Fredy Stricker vom Kanton Appenzell Ausserrhoden bei der Eröffnungsfeier. „Dieses strategische Verkehrsprojekt auf den Weg zu bringen, war der IBK ein großes Anliegen und verbindet die Regionen am östlichen Bodensee“, so Stricker weiter.

Die erste 3-Länder S-Bahn am Bodensee hat vergangenen Dezember ihren Betrieb aufgenommen. Seit dem Fahrplanwechsel verkehrt die S7 an den Wochenenden alle zwei Stunden in nur 52 Minuten zwischen Romanshorn und Lindau-Reutin über Rorschach, St. Margrethen und Bregenz. Dank guten Anschlüssen verbindet die S7 große Teile der Ostschweiz, des Vorarlbergs und des Allgäus miteinander. Die Reisenden profitieren von einer Direktverbindung und markanten Fahrzeitverkürzungen zwischen diesen Regionen. Das neue Angebot wird von Freizeitreisenden bereits rege genutzt. Die S7 wird durch die Schweizer Regionalbahn Thurbo und der österreichischen ÖBB in Kooperation betrieben.

Weiterer Ausbau ab 2023

Die verantwortlichen Besteller aus den drei Ländern informierten zusammen mit Thurbo und der ÖBB an der Eröffnung über die weiteren Ausbaupläne: So soll die S7 ab Dezember 2023 dann täglich über Lindau-Reutin bis zum Endbahnhof Lindau-Insel verkehren. Mit dem täglichen Angebot sollen insbesondere grenzüberschreitende Autopendler angesprochen werden, so der Plan der Politiker.

Die Weiterführung bis Lindau-Insel ermöglicht dann auch einen Anschluss an die Regionalbahn nach Friedrichshafen. Das Netz der S-Bahn Bodensee im Osten wird vervollständigt und mehr Kunden könnten von einem besseren ÖV profitieren.

„Ein grenzüberschreitend abgestimmtes Angebot im öffentlichen Nah-Verkehr ist wichtig für den Bodenseeraum, aber erst in Teilen Realität. Mit der direkten S-Bahn-Linie S7 geht die grenzüberschreitende Mobilität in der internationalen Bodenseeregion weiter in Richtung S-Bahn-Bodensee und muss zusammen mit „Bodanrail 2045“ konsequent weiter vorangetrieben werden“, so der Vorsitzende der IBK.

Damit die Weiterführung bis Lindau-Insel möglich wird, müssen noch Maßnahmen zur Erhöhung der Anzahl Zugfahrten zwischen Lindau-Reutin und Lindau-Insel umgesetzt werden. Aktuell ist aufgrund eines noch vorhandenen Bahnübergangs und einer entsprechenden behördlichen Anordnung die Zugzahl auf dem Abschnitt Reutin bis zum Endbahnhof beschränkt.

Erst mal an den Wochenenden verbindet die »S7« seit Dezember Romanshorn und Lindau-Festland.
Der Vorsitzende der IBK, Regierungsrat Alfred Stricker vom Kanton Appenzell Ausserrhoden bei der offiziellen Eröffnung der S7 am 26. März.
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Presseinfo aus Singen

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