Sebastian Lederer landet im Wahlkreis Konstanz bei den Erststimmen auf dem 3. Platz
»Ohne die Grünen geht es nicht«

Bundestagswahl Lederer
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  • Foto: Die Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger freute sich bei der Wahlparty in den Konstanzer »Freiräumen« zusammen mit Sebastian Lederer über das gute Ergebnis im Wahlkreis Konstanz. swb-Bild: dh
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Konstanz. Gut war die Stimmung auf der Wahlparty der Grünen im Landkreis Konstanz. »Ich bin sehr zufrieden, wir konnten ein starkes Ergebnis einfahren und haben uns im Vergleich zur letzten Bundestagswahl sogar noch verbessern können«, sagt Sebastian Lederer, der im Wahlkreis Konstanz als Direktkandidat für die Grünen angetreten ist, im Gespräch mit dem Wochenblatt. In der Studentenstadt Konstanz konnte Lederer sogar bei den Erststimmen das Rennen machen. Mit rund 28 Prozent liegt Lederer dort sogar noch vor Andreas Jung (CDU), der insgesamt gesehen im Landkreis deutlich vorne liegt. Höchstens die Briefwahlstimmen könnten Lederer in der Stadt Konstanz noch auf den zweiten Platz verweisen, denn diese sind zum Redaktionsschluss dieses Artikels noch nicht fertig ausgezählt. Landkreisweit liegt Lederer auf Platz 3 mit rund 17 Prozent der Erststimmen. Bei der letzten Wahl im Jahr 2017 hatte der damalige Kandidat der Grünen, Martin Schmeding, nur 13,4 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Konstanz holen können.

Bei den Zweitstimmen liegen die Grünen im Wahlkreis Konstanz mit 20,25 Prozent Kopf an Kopf mit der SPD (20,98 Prozent). Bei aller Freude über das gute Ergebnis für Sebastien Lederer bleib aber auch eine gewisse Ernüchterung über das bundesweite Ergebnis. Hier hätte man sich in Anbetracht der zwischenzeitlich sehr guten Prognosen ein besseres Ergebnis gewünscht, machte die Konstanzer Landtagsabgeordnete Nese Erikli deutlich. Entmutigen lassen will sie sich dadurch aber nicht. »Wir haben zugelegt. Zwar nicht in dem Maß, wie wir es uns erhofft hatten, aber es ist trotzdem ein gutes Signal. Nun ist es umso wichtiger, dass wir mitregieren und uns dadurch für einen starken Klimaschutz einsetzen können«, so Erikli.

In die Bundespolitik wird es für Sebastian Lederer indes nicht reichen, so die Prognose am Wahlabend. Er steht auf Platz 29 der Grünen Landesliste. Sollte es für den Einzug in den Bundestag nicht reichen, will Lederer sein Architekturstudium fortsetzen. Wie seine politische Karriere dann weiterginge, darüber wollte er am Wahlabend noch nicht spekulieren. Die Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger aus dem Wahlkreis Singen-Stockach machte ihm auf jeden Fall Mut. »Die Zukunft ist unsere«, so Wehinger. Optimistisch zeigt sich Lederer dann auch, dass die Bundespolitik ein Stück weit grüner wird. »Aktuell sieht es so aus, als geht es bei der Regierungsbildung nicht ohne die Grünen, das ist schon ein Erfolg«, so Lederer, »denn die großen Aufgaben in Sachen Klimaschutz wurden in der Vergangenheit nicht angepackt.«

- Dominique Hahn

Autor:

Redaktion aus Singen

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