Alt-Rektor der UNI-Konstanz viel in vieler Hinsicht die Grundlagen für die Gegenwart geschaffen
Staufermedaille an Prof. Horst Sund verliehen

Staufermedaille Sund
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  • Foto: Landrat Frank Hämmerle überreichte Professor Horst Sund die Staufermedaille in Gold im Auftrag von Ministerpräsident Kretschmann- swb-Bild: Landratsamt Konstanz
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Konstanz. Landrat Frank Hämmerle hat dem ehemaligen Rektor der Universität Konstanz, Professor Horst Sund, die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehene Staufermedaille in Gold überreicht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Freitag im Landratsamt Konstanz würdigte der Landrat den 91-jährigen für dessen große Verdienste um das Land Baden-Württemberg.

„Über einen bemerkenswerten Zeitraum hinweg haben Sie sich lokal in Konstanz, regional im Bodenseeraum sowie beruflich und ehrenamtlich auch international für Wissenschaft und Bildung, interkulturellen Dialog und grenzüberschreitenden Austausch engagiert. Sie haben dadurch unsere Gesellschaft und unsere baden-württembergische Wissenschaftslandschaft ungemein bereichert.“

Der gebürtige Hamburger Sund kam 1967 als Professor im Fachbereich Biologie an die damals neu gegründete Universität Konstanz. Von 1976 bis 1991 war er Rektor der Universität, zuvor bereits viele Jahre Dekan und Prorektor. „In der Aufbauphase der Universität Konstanz galt es, schwierige Aufgaben zu meistern. Nicht zuletzt mit Ihrer diplomatischen Art haben Sie dazu beigetragen, hochschulpolitische Spannungen abzubauen und die Universität in ruhige Gewässer zu steuern“, hob der Landrat hervor.

Wesentliche Entwicklungen, die die Universität bis heute auszeichnen, haben ihren Ursprung in Sunds Amtszeit. Dazu zählen unter anderem die Etablierung von Forschungsschwerpunkten und Sonderforschungsbereichen. Bei der strukturierten Doktorandenausbildung übernahm die Konstanzer Universität eine Vorreiterrolle, so Hämmerle. Darüber hinaus konnten unter seiner Führung zahlreiche Partnerschaften mit internationalen Universitäten geschlossen werden.

Auch über die Universität Konstanz hinaus zeichnete sich Sund durch sein großes Engagement aus. Unter anderem war er von 1979 bis 1986 Mitglied des Senats der Westdeutschen Rektorenkonferenz und von 1980 bis 1984 Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg. Von 1984 bis 2009 hatte er den Vorsitz der Baden-Württembergischen China-Gesellschaft inne und wurde zu deren Ehrenvorsitzenden ernannt Von 1995 bis 2010 war Sund Beauftragter des Auswärtigen Amtes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für die Errichtung des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) an der Tongji-Universität in Shanghai. Seit 2010 ist er deren Ehrendirektor.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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