Verlandetes Naturkleinod bei Friedingen
Die Frösche quaken wieder am Egelsee

Zur Förderung der Amphibien hat die Stadt Singen im Winter Teile des Egelsees entschlammt und entbuscht.
  • Zur Förderung der Amphibien hat die Stadt Singen im Winter Teile des Egelsees entschlammt und entbuscht.
  • Foto: swb-Bild: Stadt Singen
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Singen. Der Egelsee wurde im Januar von Schlamm und Gebüsch befreit, um wieder größere Wasserflächen zurückzugewinnen. Bereits kurze Zeit nach der Pflegemaßnahme war eine „Belebung“ durch Amphibien deutlich sichtbar, konnte nun die Singener Naturschutzbeauftragte Sindy Bublitz vermelden. In den letzten Jahren war der östlich von Friedingen gelegene See immer mehr mit Weidengebüsch zugewachsen und es gab nur noch kleine Restwasserflächen.

Die städtische Naturschutzbeauftragte Sindy Bublitz freut sich über diesen schnellen Erfolg der gewässerökologischen Maßnahme. „Ich habe Anfang März knapp 70 Laichballen vom Springfrosch am Egelsee gezählt“, so Bublitz, die darauf hofft, dass nun auch weitere Amphibien wie Grasfrosch, Laubfrosch und Erdkröte von den Pflegemaßnahmen profitieren. Gerade weil viele Amphibien auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen, sei die Revitalisierung des Feuchtgebietes im Singener Norden als teil eines »Netzes« besonders wichtig, erklärt die Naturschutzbeauftragte.

Inzwischen sind drei Wasserflächen mit einer Gesamtgröße von etwa 350 Quadratmetern (ca. 5 mal 20 Metern, 10 mal 10 Metern und 10 mal 15 Metern) entstanden ,also eigentlich auch drei »Egelseen« oder besser Egelteiche. „Möglich wurde dies durch das Entfernen und Zurückschneiden von Gehölzen sowie eine schonende Vorgehensweise bei den Baggerarbeiten durch die Technischen Dienste, wodurch die vorhandenen Tümpelchen vergrößert wurden“, berichtet der städtische Gewässerökologe, Florian Sauter. Der Aushub in Form von drei weithin sichtbaren Erdhügeln werde im Sommer abgefahren, wenn er getrocknet sei, so Sauter.

Sindy Bublitz‘ Dank gilt dem BUND Gottmadingen für die Betreuung des 4,9 Hektar großen flächenhaften Naturdenkmals sowie Axel Spiri aus Friedingen, der im letzten Jahr den Anstoß für die Maßnahme gab.

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Presseinfo aus Singen

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