Färbe präsentiert Satire
»Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm«

Zwei Hitler- und ein Goebbels-Darsteller bereiten sich in «Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm« auf ihren Auftritt in einer Kulturdiskussion vor: Ralf Beckord, Elmar F. Kühling und Reyniel Ostermann.
  • Zwei Hitler- und ein Goebbels-Darsteller bereiten sich in «Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm« auf ihren Auftritt in einer Kulturdiskussion vor: Ralf Beckord, Elmar F. Kühling und Reyniel Ostermann.
  • Foto: swb-Bild: Färbe
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Singen. Unruhige Zeiten hat die Färbe in den Wochen seit Jahresbeginn erlebt, nicht nur wegen einiger ausgefallener Vorstellungen angesichts der großen Infektionswelle, sondern auch weil sich das Ensemble gerade neu formieren muss. Da kam der Vorschlag von Gastschauspieler Ralf Beckord aus Konstanz wie ein Wink des Himmels, als der das Skipt »Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm« von Theresia Walser mit nach Singen brachte, dass nun als »Drei-Männer-Stück« nach inspirierenden Proben am kommenden Freitag, 22. April, 20.30 Uhr, seine Premiere feiern kann. Es ist kurz gesagt eine scharfe Satire für zwei Hitler-Darsteller und einen Goebbels die Theresia Walser, die jüngste Tochter von Martin Walser, fürs Theater schrieb und welches 2006 seine Uraufführung im Nationaltheater Mannheim erlebte. Die drei Männer, das sind Ralf Beckord, Elmar F. Kühling und Reyniel Ostermann, die diese Satire unter der Regie von Intendantin Cornelia Hentschel auf die Bühne bringt.

Drei Schauspieler sitzen im Fernsehstudio und warten auf ihren Auftritt. Gleich werden sie in einer Kultursendung über die Grenzen der Theaterkunst diskutieren. Sie wissen, wovon sie reden. Zwei von ihnen haben sich als Hitler-Darsteller bewährt, der dritte als Goebbels. Ein außergewöhnlich witziges und scharf pointiertes Stück Theater: über die Problematik der Darstellung des Bösen auf der Bühne, die Debatte um Kunstfreiheit und die Frage von Schauspielkunst versus Regietheater.

Und die perfiden Wortspiele der drei Bühnengranden teilen tüchtig aus. Herrlich komisch und intelligent zeigt das Stück, dass das Theater und das Leben eben auf ziemlich komplizierte Weise verquickt sind. Denn die mit allen Finessen ausgetragenen schauspielerischen Wadelbeißereien könnten genauso gut an vielen anderen Orten abseits der Bühne stattfinden. Im Gespräch der drei Schauspieler umrundet das Theater sich selbst – und lacht. Das Lachen, das aus Theresia Walsers Stück aufsteigt, ist ein Hereinlachen, der Witz ist eine Einladung. »Wer gewillt ist, sich weder von Angst dumm noch vom Vorurteil blind machen zu lassen, der ist hier willkommen«, so die Einladung des Ensembles.

Gespielt wird wird das Stück bis zum 28. Mai jeweils am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag um 20.30 Uhr. Eine Matinée-Vorstellung findet am Sonntag, 1. Mai um 11 Uhr statt.

Kartenreservierungen (10 – 14 Uhr) unter 07731 / 64646, diefaerbe@t-online.de oder über www.die-faerbe.de

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Presseinfo aus Singen

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