Missio-Truck zu Gast in Singen
»Menschen auf der Flucht«

Missio-Truck
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  • Foto: Die missio-Truck-OrganisatorInnen freuen sich über die gute Resonanz in Singen (von links: Miglena Abrasheva (Caritas), Marcel Da Rin (SKP), Eva Maria Daganato und Janina Schauer (missio-Truck). swb-Bild: skp
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Singen. Auf Einladung des Caritasverband Singen-Hegau e.V. und der Singener Kriminalprävention (SKP) war der missio-Truck mit der Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ vergangene Woche drei Tage auf dem Singener Heinrich-Weber-Platz zu Gast.

Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen des Ostkongo wurden die Gäste durch die sechs Stationen des missio-Trucks geführt. Zunächst beginnt die Ausstellung mit einem Computerspiel, in dem die Fluchtgeschichte eines Flüchtlings nacherlebt werden kann. Außerdem stehen Objekte, Texttafeln und Mitmachangebote sowie acht Biographien zur Verfügung.

Das Bildungsfahrzeug zu „Menschen auf der Flucht“ ist 18 Tonnen schwer und 20 Meter lang und wird vom katholischen Hilfswerk missio zur Verfügung gestellt. Mithilfe von verschiedenen multimedialen Elementen sollen den SchülerInnen und der Bevölkerung das Schicksal und die Fluchtursachen von Flüchtlingen aus Afrika vermittelt werden.

Eva Maria Daganato, hauptamtliche Multiplikatoren und pädagogische Mitarbeiterin für den missio-Truck, war beeindruckt vom Besuch in Singen: „Drei Schulklassen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben die Ausstellung durchlaufen. Wir hatten beeindruckende Diskussionen mit den Gästen, darunter auch sehr kontroverse Gespräche.“ Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit, Hunger und Krieg um wertvolle Rohstoffe.

Dennoch ist das Schicksal dieser Flüchtlinge oft weit entfernt vom Alltag der meisten Jugendlichen in Deutschland. Die Ausstellung stellt beispielhafte Dienste kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen vor: Soforthilfe, Empowerment, Traumaarbeit, Inklusionsförderung. Sie stellt die Lebensleistung von Flüchtlingen vor, auch unter widrigen Lebensumständen Würde zu bewahren und die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen.

„In Singen ist das Projekt auf große Begeisterung aber auch auf Betroffenheit gestoßen“, sind sich Miglena Abrasheva, Isabell Martin von der Caritas und Marcel Da Rin von der SKP einig. Das Hilfswerk missio macht nicht nur mit dem missio-Truck auf das Thema aufmerksam. Sie bietet auch Fortbildungsangebote und Bildungsmaterialien an unter dem Motto „Für Familien in Not. Weltweit.“, der Aktion Schutzengel. An einem Nachmittag fand ein solches Fortbildungsangebot im Truck mit über 20 Fachkräften aus Singen statt. Mit Motiven und Konsequenzen der globalen Fluchtbewegung will missio vor allem junge Menschen erreichen, damit die Grundlagen für ein friedliches Miteinander gelegt werden können.

Wer den Menschen in Kongo helfen will, kann sein Althandy über missio spenden. Aus dem Erlös des Recyclings und der Wiederverwertung erhält missio einen Betrag, mit dem Familien in Not durch die Aktion Schutzengel unterstützt werden. Althandys können bis zum 15.09.2019 beim Caritasverband in der Feuerwehrstraße abgegeben werden (dort steht eine Mobil Box).

Infos erteilt der Caritasverband Singen-Hegau: Tel. 07731/96970-211, abrasheva(at)caritas-singen-hegau.de und die Singener Kriminalprävention (Tel.: 07731/85-544, Mail: skp(at)singen.de

- Stefan Mohr

Autor:

Redaktion aus Singen

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