Singener Händler Reiner Wöhrstein zur Botschaft von Aldi, Lidle, Rewe und Edeka
»Scheinheilige Solidarität«

Wöhrstein
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  • Foto: Fotohändler Reiner Wöhrstein, hier bei einer seiner Aktionen aus den Zeiten vor den Lockdowns. swb-Bild: of/Archiv
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Singen. Die Meldung sorgte am Montagmorgen für viel Aufmerksamkeit, aber auch Diskussionen. Die größten Lebensmittel- und Discountketten, also Aldi Süd und Nord, die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Rewe und Edeka wandten sich medienwirksam an die Politik: »Wir teilen mit dem stationären Nonfood-Handel dessen tiefe Existenzsorgen und sehen die Gefahr von tausenden Schließungen, insbesondere inhabergeführter Geschäfte, und deren verheerende Wirkung auf unsere Innenstädte, die Standort-Agglomerationen und mithin den stationären Einzelhandel in Deutschland als Ganzes«, wird aus ihrem Schreiben zitiert, das knapp zwei Jahre nach dem ersten Lockdown nun als »Solidaritätsadresse« verbreitet wurde.
Dazu hat sich der Singener Fotohändler Reiner Wöhrstein gemeldet, denn es war ihm ein Wunsch, dazu etwas loszuwerden. »Solche Statements sind scheinheilig«, sagte er ohne Umschweife. »Denn gerade diese Unternehmen haben durch die Lockdowns seit März 2020 Umsatzsprünge im zweistelligen Bereich nach oben gemacht, auch weil ihre Sortimente längst nicht nur ›Grundversorgung‹, sondern Textilien, Haushaltswaren, Spielzeug und auch Fotoartikel umfassen. Für uns als kleine Einzelhändler macht das in Baden-Württemberg letzte Woche wieder eingeführte ›3G‹ auch keinen Unterschied zu ›2G‹ davor, weil die Menschen nur zum Einkaufen kommen, wenn sie etwas benötigen, während sich all die Zeit Tausende ohne Einschränkungen (bis auf die Masken) in den Supermärkten tummeln.«

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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