Spatenstich feierlich mit Umweltministerin Thekla Walker vollzogen
Solarpark Beuren als Vorbild fürs Land

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  • Foto: Beim Spatenstich mit Umweltministerin Thekla Walker in Beuren: Jens Heinert (Sparkasse Hegau-Bodensee), OB Bernd Häusler, Ortsvorsteher Stephan Einsiedler, Bürgervereins-Vorsitzender Walter Veser, Landrat Zeno Danner, die Landtagsabgeordneten Dorothea Weh
  • hochgeladen von Oliver Fiedler

Singen-Beuren. Im Kreis der Mitglieder des Bürgerverein Beuren als "Bauherr", einigen Bürgermeistern aus der Umgebung, den Landtagsabgeordneten Dorothea Wehinger, Hans-Peter Storz. Gemeinde- und Ortschaftsräten und natürlich Umweltministerin Thekla Walker, wie OB Bernd Häuser und Landrat Danner konnte am Freitag Nachmittag der Spatenstich für den Solarpark Beuren vollzogen werden. Die eigentlichen Arbeiten werden freilich erst Ende Februar vor Ort beginnen, aber schon Ende April abgeschlossen sein, informierte dazu Raffaele Chirico vom Unternehmen "Sunovis" aus Singen als Generalunternehmer. Auf rund 1,2 Hektar Fläche soll dort jährlich rund ein Megawatt Strom gewonnen werden, den die Stadt Singen über einen Vertrag von 20 Jahren für ihre kommunalen Gebäude nutzt, wie weiter informiert wurde. Das wären etwa 20 Prozent des kommunalen Strombedarfs, so OB Bernd Häusler. Den Strombedarf der ganzen Stadt Singen mit ihrer ganzen Industrie bezifferte Häuser in seinem Grußwort mit rund 180.000 Megawatt, man stehe in Sachen Klimaneutralität bis 2035, die Singen gesetzt hat, noch vor einigen Herausforderungen, zumal der Strombedarf bei steigender Elektromobilttät noch steigen werde und auch, wenn immer mehr Heizungen auf Wärmepumpen umgestellt würden. Landrat Zeno Danner machte in seinem Grußwort deutlich dass für einen Landkreis, wenn er sich zu 100 Prozent mit Sonnenstrom versorgen wolle, 7.299 solcher Anlagen benötig würden.

Umweltministerin Thekla Walker, die für diesen Spatenstich aus Stuttgart im E-Audi gekommen war, sieht in dem Bürger-Solarpark ein Modell fürs ganze Land, machte sie in ihrer Ansprache deutlich. Das könne das Land bei seiner Herausforderung 2040 eine Klimaneutralität zu erreichen, gut unterstützen. Dazu brauche man auch die Windenergie, unterstrich sie. Eine Taskforce in der Landesregierung sei aktuell dabei, die hier die Gehnehmigungsprozesse beschleunigen zu können im Sinne des Zieles, zwei Prozent der Landesfläche für erneuerbare Energien zu nutzen.

Ortsvorsteher Stephan Einsiedler und Walter Veser als Vorsitzener des eigens für das Projekt gegründeten Bürgervereins gingen auf die doch dynamische Vorgeschichte dieses Solarparks sein. Die Idee sei 2016 aufgekommen, als dort eine »Kurzumtriebsplantage" für die Hachschnitzelgewinnung aufgegeben werden sollte. Daraus seien bald konrekte Pläne geworden und parallell zu den Bauanträgen, die mit Änderungen im Flächennutzungsplan verbunden waren, und die man dank der Unterstützung der Singener Stadtverwaltung in rekordverdächtiger Zeit zu genehmigungsreife gebracht habe um nun an den Start zu gehen. Einsiedler dankte ausdrücklich Jens Heinert, die hier die Beteiligung der BürgerInnen möglich machte: 200 Anteile zu je 1.000 Euro konnten nach einer Informationsveranstaltung im Sommer in kürzester Zeit gezeichnet werden, die Gesamtkosten der Anlage liegen bei rund 700.000 Euro. Der neue Bürgersolarpark liegt unter einer Stromstrasse von Netze BW, der Strom wird allerdings in eine Mittelspannungsleitung des E-Werk Aach gespeist, die auch an dem Grundstrück vorbeiführt.

Mehr Bilder vom Spatenstich gibt es in unserer Galerie.

Autor:

Oliver Fiedler aus Gottmadingen

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