Aufklärung, Kooperation und Teams beim Imkertag
»Bienenstarke« Tage

Badischer Imkertag
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  • Foto: Großes Interesse: Etwa 2.000 Imker kamen nach Stockach.swb-Bild: Maren Decker
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Stockach. Sonntagabend, 18.30 Uhr, Jahnhalle in Stockach. Das Feierabendbierchen oder die Feierabendlimo haben sich die erste Vorsitzende Bianca Duventäster, die Mitglieder des Bezirksimkervereins und alle anderen Helfer redlich verdient. Nach einem turbulenten Wochenende kamen sie nun endlich ein wenig zur Ruhe. Denn der Samstag, 21., und der Sonntag, 22. April, seien wie ein Film an ihr vorbeigezogen, erklärt Bianca Duventäster. Zwei Tage lang waren sie und ihre Mitstreiter Gastgeber, Organisatoren und Ausrichter des Badischen Imkertags auf dem Gelände in und zwischen Jahn- und Dillhalle gewesen. Und trotz aller Erschöpfung fällt das Fazit durch und durch positiv aus: Etwa 2.000 Imker hatten den Weg nach Stockach gefunden, und auch interessierte Nicht-Imker waren zu den Vorträgen und der Fachausstellung mit 45 Ausstellern gekommen.

Ein Highlight ist Bianca Duventäster im Gedächtnis haften geblieben: Die Rede von Thomas Warndorf, dem Schirmherrn der Veranstaltung, hat sie nachhaltig beeindruckt. Angesichts der Bedrohungen der Bienen durch schwindenden Lebensraum, Pestizide, Gefahren etwa durch die parasitäre Varroamilbe, Umweltgifte oder die weniger werdenden Blumenwiesen hätten die Imker allen Grund zum Klagen, meinte Bianca Duventäster - darum wollte sie den scheidenden Kläger des Narrengerichts als Schirmherrn für den Badischen Imkertag gewinnen. Thomas Warndorf sagte spontan zu und fand in seinem Statement zur Eröffnung der Veranstaltung gelungene Vergleiche zwischen den Bienenvölkern und den Menschen: Ein Zusammenleben kann nur funktionieren, wenn einer für den anderen da ist, Arbeitsschritte Hand in Hand gehen und sich jeder für das Funktionieren des großen Ganzen verantwortlich fühlt.

Bianca Duventäster erhofft sich von der Veranstaltung zudem eine Sensibilisierung für die sensible Thematik über Fachkreise hinaus. Sie unterstützt ausdrücklich, was während des Badischen Imkertages angesprochen wurde - dass Imker und Landwirte ähnliche Interessen haben und nur durch Kooperation produktive Ergebnisse erzielt werden können. Es müsse deutlich gemacht werden, so die Vorsitzende des Bezirksimkervereins, dass eben nicht immer alle Wiesen und Felder komplett abgemäht oder reiner Zierrasen eingepflanzt werden müsse: »Auch mal etwas stehen lassen«, ist ihr Credo. Blumen etwa, damit die Bienen Nahrung finden. Und aus dem Vortrag von Dr. Manfred Verhaagh vom Naturkundemuseum Karlsruhe hätten Zuhörer erfahren, wie das Nest der Asiatischen Hornisse, einer eingeschleppten Gefahr für die heimischen Bienen, aussehe - ein rundes Nest an Bäumen. Wer es sehe, sollte sich beim Imkerverein oder anderen Experten melden, damit es entfernt werden könne.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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