Neuer Kreisverkehr: Baumaßnahme an »Adler-Kreuzung« startet am 3. April
Keine heile Welt und drohende Kriegsgefahr

Hindelwanger Kreuzung
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  • Foto: Experten beantworteten in der Nellenburghalle Fragen zur anstehenden Baumaßnahme an der »Adler Kreuzung« in Hindelwangen. swb-Bild: sw
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Stockach/Hindelwangen. Das Thema brennt Anwohnern, Gewerbetreibenden und Verkehrsteilnehmern unter den Nägeln. Denn die Resonanz war riesengroß beim Infoabend zum Umbau der »Adler Kreuzung« in Hindelwangen zum Kreisverkehr – und die vielen Besucher in der Nellenburghalle des Stockacher Ortsteils stellten sehr viele Fragen. »Ich bin weit davon entfernt, Ihnen eine heile Welt zu versprechen«, warb Peter Fritsch, der Leiter des städtischen Ordnungsamts, um Verständnis für Beeinträchtigungen während der Baumaßnahme, deren erster Bauabschnitt am Dienstag, 3. April, starten soll. Durch die neue Kreisverkehrregelung am Verkehrsknotenpunkt B14/B 313 und K 6180 erhoffen sich die Verantwortlichen eine Entschärfung und Entlastung der Lage.

Durchgeführt wird das Projekt in drei Abschnitten, wie Céline Aubry vom beauftragten Ingenieurbüro ausführte: Bauphase I mit Start am Dienstag, 3. April, wird etwa zwei bis drei Monate voraussichtlich bis Ende Juni dauern. Die Fahrzeuge werden von der Tuttlinger in die Höllstraße umgeleitet, Fußgänger können den Mühlenweg, die Berlinger- oder die Kurt-Fahr-Straße benutzen. Der zweite Abschnitt läuft bis gegen Ende August: Für die Fahrzeuge auf der B14 gibt es eine großräumige Umfahrung durch die Oberdorfstraße, der Pkw- und Lkw-Verkehr auf der B313/Tuttlinger Straße muss auf die Höllstraße ausweichen. Fußgänger haben den gleichen Weg wie in Phase I. Bauphase III wird Anfang September wohl ein Wochenende in Anspruch nehmen, wobei die gleichen Umleitungen gelten wie in Phase II. In der Höllstraße herrscht während der Bauarbeiten ein Halteverbot in beide Richtungen. Der Anliegerverkehr ist während der drei Bauabschnitte gewährleistet.

Ortsvorsteher Wolf-Dieter Karle kündigte an, dass nach Abschluss der Maßnahme untersucht werde, ob denn tatsächlich eine Verkehrsentlastung durch den Kreisverkehr erfolgt sei. Das habe ihm Bürgermeister Rainer Stolz zugesagt. Sollte die erhoffte Wirkung ausbleiben, müsse nach anderen Wegen gesucht werden.

Aus der Reihe der Zuhörer kamen viele, teils sehr emotional gestellte Fragen und Anregungen: Ein Geschäftsmann meinte, wenn keine einvernehmliche Lösung zur Abfederung der Folgen auch für die Oberdorfstraße als Ausweichstrecke gefunden werde, würde es Krieg geben. Auch andere Gewerbetreibende äußerten Besorgnis wegen der Erreichbarkeit, der Zugänglichkeit für Kunden und dem Parken.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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