Amtseinführung von Heino Sittig als Rektor der »Sonnenlandschule«
Wenn die Sonne sehr lange scheint....

Heino Sittig
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  • Foto: Im tiefgründigen Interview mit Schulamtsdirektor Tudpert Held verriet Heino Sittich (links) viel über sich und seine Berufswahl. Er ist seit Februar 2017 Rektor der »Sonnenlandschule« in Stockach, und seine Amtseinführung wurde nun in den Räumlichkeiten d
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Stockach. Langsam geht sie auf, die Sonne an der »Sonnenlandschule« in Stockach. Veranstaltungen an der Sprachheilschule in Trägerschaft des Landkreises Konstanz haben traditionell ein opulentes Programm mit vielen Unterpunkten zu bieten - und auch Heino Sittig machte bei seiner Amtseinführung keine Ausnahme von dieser Regel. Zum 1. Februar 2017 hatte er seinen Posten als Schulleiter angetreten, nun wurde der offizielle Festakt in den Räumlichkeiten der Schule gefeiert.

Dabei überraschten die Kinder der Klassen eins bis vier mit einem schmissigen Begrüßungslied und einem »tierisch guten« Theaterstück, in dem sich Rabe, Fuchs, Wolf, Bär und Haselmaus ein »Tierhäuschen« teilen. Das Kollegium überbrachte seinen Willkommensgruß, und viele Redner hießen den nicht mehr ganz so neu angekommenen Neuankömmling willkommen. Die »Sonnenlandschule« habe ein »passgenaues pädagogisches Konzept«, lobte Landrat Frank Hämmerle. Und, so der Kreischef, in der Trägerschaft des Landkreises stehen acht berufliche Schulen und drei sonderpädagogische Schulen. Wobei Trägerschaft bedeute, dass man für alles verantwortlich sei, was man anfassen könne. Frank Hämmerle freute sich auch, unter den Besuchern des Festaktes das ehemalige Schulleiter-Duo Helga Häusle-Fehlker und Alfred Lehle begrüßen zu dürfen.

Einige vorherige Stationen der beruflichen Laufbahn von Heino Sittig ließ Trudpert Held vom staatlichen Schulamt Revue passieren: Der Rektor der »Sonnenlandschule« hatte von 1976 bis 1980 ein Studium zum Grundschullehrer in Cottbus absolviert, dann von 1985 bis 87 ein Studium der Rehabilitationspädagogik in Berlin und von 1991 bis 92 Sonderpädagogik an der Außenstelle Reutlingen der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg daran gehängt. Nach verschiedenen Stationen hat Heino Sittig nun die Leitung der »Sonnenlandschule« in Stockach übernommen. In einem in Interviewform gehaltenen Beitrag erklärte der Schulleiter seine Berufswahl aus sehr persönlichen Motiven heraus: Sein Bruder sei an Hirnhautentzündung erkrankt, benötige daher eine besonders intensive Betreuung - und diese Erfahrung habe ihm den Weg zur Sonderpädagogik gewiesen.

Durch die Maximen »Kopf hochhalten«, «Den Terminkalender gut füttern«, »Ruhe bewahren«, »Prioritäten setzen« und »gute Entscheidungen treffen« könne man am besten durch den oft schwierigen Alltag eines Schulleiters kommen, verriet Heino Sittig im Interview mit Trudpert Held. Und auf die Frage des Schulamtsdirektors, ob Schulleiter Selbstmitleid ausschließen würden, meinte er: Selbstmitleid sei ein schlechter Ratgeber für jeden Menschen.

Mit vielen Wortspielchen gespickt war die Moderation von Martin Remmert, selbst Lehrer an der »Sonnenlandschule«. Das Geschenk an Heino Sittig, ein Pflaumenbaum, verführte ihn zur Beleuchtung der verschiedenen Bedeutungen des Wortes »Pflaume«, das auf Menschen bezogen durchaus einen negativen Klang haben kann. Aber in diesem Fall sei das Böumchen lediglich eine Gabe an den begeisterten Hobbygärtner Heino Sittig. Und, so Martin Remmert, das Sprichwort wisse zwar, dass man einen alten Baum nicht verpflanzen solle, doch der pädagogische Baum Sittig habe ein tiefes Wurzelwerk und trage gute Früchte. Heino Sittig nahm die Gabe mit sichtlicher Freude entgegen. Mit der vielen Sonne aus der »Sonnenlandschule« wird es wohl auch prächtig gedeihen. Denn diese Sonne scheint sehr lange.

- Simone Weiß

Autor:

Redaktion aus Singen

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