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50 Jahre Jung und wieder ganz im Interesse

Vita Parcours
Die Bürgergemeinde Diessenhofen betreut seit 50 Jahren den Vitaparcours. Von links die Verwaltungsräte Roland Moresi, Verantwortlicher Vitaparcours und Urban Brütsch, Präsident. swb-Bild: Ritter

Vita-Parcours in Diessenhofen feiert in diesem Jahr Jubiläum

Diessenhofen. Im Sommer 1971 baute die Bürgergemeinde Diessenhofen einen Vita Parcours am nördlichen Waldrand des Buechbergs. "Es war einer der ersten Vita Parcours der Schweiz" erzählt Urban Brütsch, aktueller Präsident der Bürgergemeinde. Das sei auch Öffentlichkeits-Arbeit und das mache die Bürgergemeinde gern, so Brütsch.

Am 9. Oktober 1971 weihte Gustav Wegelin, der damalige Präsident der Bürgergemeinde, die Anlage feierlich ein. Es kamen eine Delegation der damaligen Vita-Versicherung als Sponsor und Namensgeber, sowie Behördenvertreter und weitere geladene Gäste.

Der Parcours wurde in den fünfzig Jahren seines Bestehens mehrmals umgestaltet und der Name wurde geändert. Er heisst jetzt "ZURICH vitaparcours". In der aktuellen Version gibt es fünfzehn Posten mit total 43 Übungen, verteilt auf einen Rundkurs von 2,2 Kilometern, alles im Wald. Zeichnungen auf blauen Tafeln beschreiben, was getan werden soll. Links von der Zeichnung ist ein farbiges Feld. Es zeigt, was mit der jeweiligen Übung erreicht wird. Gelb steht für Beweglichkeit und Geschicklichkeit, rot für Kraft und blau für Ausdauer.

Sponsor und Namengeber für den Parcours in Diessenhofen und für rund 500 weitere Parcours in der Schweiz ist inzwischen die Zürich Versicherungs-Gesellschaft, in der die Vita-Versicherung aufging. Der Namensteil "vita" steht für ihre Sparte Lebensversicherungen.

Die Zürich stellt gratis die Tafeln zur Verfügung und gibt detaillierte Anweisungen für den Bau der Anlage. Die Trägerschaft für den Parcours in Diessenhofen übernahm die Bürgergemeinde. Sie ist für den Bau, den Unterhalt und für Erneuerungen zuständig. Seit zehn Jahren hat Verwaltungsrats-Mitglied Roland Moresi die Verantwortung, vor ihm war es Heinz Brauchli. Geräte sind zu reparieren oder zu ersetzen, der Trainingsplatz muss gejätet werden, der Rasen getrimmt, Bäume gestutzt und vieles mehr.

Moresi freut sich über die Reinlichkeit der Sportler. "Abfälle muss ich fast nie einsammeln". Weil die Anlage immer tipptopp sauber sei, falle es schwerer, etwas wegzuwerfen, erklärt Brütsch. Die Kosten für die Bürgergemeinde sind minimal. Jeder Schaden wird repariert, bevor etwas Ernsteres daraus entstehen kann. "Wir machen viele kleine Schritte" so Moresi. Wenn etwas Grosses anliegt, zum Beispiel Rodungsarbeiten, hilft Revierförster Jakob Gubler. Alle drei Jahre kommt eine Delegation der Zürich-Versicherung und schaut sich den Parcours genau an. Geprüft wird die Sicherheit der Anlage und ob die Geräte nach Vorschrift eingestellt sind.

Moresi freut sich über die derzeitige Zunahme der Besucherzahlen. "Es kommen jetzt deutlich mehr Sportler als in anderen Jahren". Ein Grund sei wahrscheinlich die Schliessung der Fitness-Center wegen Corona, mutmasst Brütsch. Da erleben diese Parcours gerade eine allgemeine Renaissance.

Brütsch und Moresi montierten bei der Start-Position eine Tafel. Unter dem Titel "50 Jahre Vita Parcours" weist ein kurzer Text auf das Engagement der Bürgergemeinde hin. Mehr kann vorerst nicht getan werden, um das bedeutende Jubiläum zu feiern. "Wir hätten die 50-jährige Geschichte gerne gefeiert, zum Beispiel bei einem Waldumgang, aber wegen Corona ist es leider nicht sicher, ob überhaupt ein Waldumgang stattfinden darf" so Brütsch.

Der Vitaparcours befindet sich südwestlich von Diessenhofen. Der Start ist am Waldrand, beim Parkplatz Tällenacker, etwa 400 Meter westlich des Grillplatzes Tote Maa. Er ist immer offen, die Benützung ist gratis.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler