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Ateliers von 27 Künstlerinnen und Künstlern mit offenen Türen

Offene Ateliers Diessenhofen
Andrea Buck, Stoff-Designerin, schuf eine witzige Fotomontage. swb-Bild: ri

Besondera Aktion zum 10. Geburtstag von »art.diessenhofen« am Samstag

Diessenhofen (ri). Am vergangenen Wochenende zeigten 27 Künstlerinnen und Künstler aus Diessenhofen und Umgebung ihre Werke im Rahmen der»Offene Ateliers waren Arbeiten von Kunstmalern, Bildhauern und Fotografen sowie Glaskunst ausgestellt.

An 12 Standorten begegneten die Besucher den Kunstschaffenden persönlich und liessen sich ihr Wirken erklären. Nebst Kunstgenuss bot der Anlass auch Gelegenheit für geselliges Zusammensein. In den meisten Ateliers hatten die Gastgeber gemütliche Sitzgruppen eingerichtet und sie bewirteten ihre Besucher mit Getränken und kleinen Köstlichkeiten.

Das Begegnungszentrum Venue beim Bahnhof war mit sechs Künstlerinnen und Künstlern das Herzstück der Ausstellung. Dort führte die Tanzlehrerin Joana Blume die Gäste in die Welt der Hula-Tänze ein. Nach einem fröhlichen Aloha, dem hawaiianischen Begrüssungswort, zeigte sie, wie mit einfachen Schritten befreiende Bewegungen möglich sind. Hula sei Lebenslust pur, sagte sie. Zu harmonischer Musik lernten die Gäste zwei Tänze. Einer symbolisiere den Fischfang und einer das Regnen, erklärte sie.

Das Venue war auch Bühne für die Bilder und Skulpturen der Künstler Chris Forster, Erhard Kieper, Erich Milz, Katarina Waser und Armin Wieland. Am Rheinufer neben dem Restaurant Krone ist das Glasatelier von Monika Orsinger. Dort erfuhren die Gäste, wie Glasbilder hergestellt werden. Ein Gebilde, das aussieht wie eine riesige Schneeflocke, klebte sie auf eine Scheibe. Es sei ein Wasserkristall, hergestellt nach einer Fotografie des Japaners Masaru Emoto. Emoto ist überzeugt, dass Wasser Einfluss auf die Gefühle hat.

Andrea Buck, Stoff-Designerin, zeigte in der ehemaligen Tigerfinkli-Fabrik an der Steinerstrasse Beispiele aus ihrem Schaffen. In einer witzigen Fotomontage setzte sie Bilder eines Models in verschiedenen Posen auf eine Stange. Die Models haben einen Vogelkopf und sind mit Stoffmustern aus der Buck-Kollektion gekleidet. So entstand ein dekoratives Kunstwerk. Das Model auf jedem Bild sei Andrea Buck selber, verriet ihr Lebenspartner Fritz Franz Vogel. Vogel zeigte in einer szenischen Ausstellung Gruppen-Fotos aus der Zeit von 1890 bis 1930.

 

Wildbienen auf Wohnungssuche

Am südlichen Stadtrand von Diessenhofen wohnt und wirkt Marcel E. Plüss. Er betreibt mit seiner Partnerin Beatrice Leutert Galerien in seinem Wohnhaus und in Stein am Rhein. Plüss schafft kunstvolle Hartholz-Skulpturen. Diese sind nicht nur dekorativ, sondern auch nützlich. Sie bieten den Wildbienen Aufzuchtmöglichkeiten. In die Skulpturen bohrt Plüss unzählige Löcher verschiedener Grösse. "Die Bienen kriechen in mehrere Öffnungen, bevor sie sich entscheiden, wo sie den Nektar und die Eier verstauen wollen", erklärte er. Er habe gesehen, dass bereits nach wenigen Tagen die Bohrlöcher angeflogen werden, sagte er.

10 Jahre art.diessenhofen

Bereits zum siebten Mal organisierte art.diessenhofen die offenen Ateliers. Erich Milz ist Initiator dieser Gruppe. Sechs Kunstschaffende gründeten sie im Jahr 2008. Heute vereint sie etwa 45 Künstlerinnen und Künstler aus Diessenhofen und Umgebung. Milz lädt sie einmal im Monat zu einem Treff ein. Im Gemeinschaftsatelier im ehemaligen Schützenhaus malt Milz Bilder in Acryl, Öl oder Aquarell und schafft Skulpturen aus Stein und Ton. Das Schützenhaus und weitere Orte des Kunstschaffens können auch ausserhalb der Veranstaltung Offene Ateliers besucht werden. Näheres dazu verraten die 32 Kurzportraits unter www.art-diessenhofen.ch .

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler