- Anzeige -
- Bezahlter Inhalt -

„Fit bleiben mit Kind“

Kim Siebert mit Tochter Layla. Bild: privat.

Fit bleiben, gesund bleiben, sich wohlfühlen – ist gerade für Mamas wichtig. Im Interview berichtet Kim Siebert aus Radolfzell, wie sie es geschafft hat nach ihrer Schwangerschaft wieder zu ihrem Wunschgewicht zurückzufinden. Dabei berichtet die junge Mutter auch, warum Sport und gesunde Ernährung für sie wichtig sind.

WOCHENBLATT: Wie hältst du dich fit seit die Kleine da ist?
Kim Siebert: Ich habe schon vor der Schwangerschaft trainiert und beschäftige mich seit etwa fünf Jahren intensiv mit Fitness und Ernährung. Das gehört in meinem Alltag einfach dazu. Dabei versuche bei jeder Gelegenheit sportlich aktiv zu sein.
WOCHENBLATT: Hast du auch während der Schwangerschaft trainiert?
Kim Siebert: Nur bis zum vierten Monat. Danach war klar, dass ich kein Sport mache kann. Bis auf Sparziergänge und Fahrradfahren hab‘ ich dann auch nichts mehr gemacht.
WOCHENBLATT: Wann hast du nach der Entbindung wieder mit dem Training begonnen?
Kim Siebert:
Sobald ich das mit meinem Arzt und meiner Hebamme abgesprochen hatte, also danach 3-4 Monaten bin ich wieder ins Fitnessstudio gegangen. Wobei ich hauptsächlich Kraftsport mache. Schwimmen und Fahrradfahren mag ich auch gern.
WOCHENBLATT: Warum ist Sport für dich ein Ausgleich?
Kim Siebert: Ich finde es wichtig als Mama wieder Energie zu tanken, gerade im Alltag mit Kind wo es oft Stresssituationen geben kann. Das Training ist für mich die Zeit, wo ich rausgehen und auftanken kann. Sport ist mein Stressabbau und mein Ventil zugleich.
WOCHENBLATT: Wie oft hast du vor der Schwangerschaft trainiert? Und wie oft trainierst du heute?
Kim Siebert: Vor der Schwangerschaft war ich viermal pro Woche im Training. Heute ist das aus organisatorischen Gründen oft schwierig, da immer jemand da sein muss, der auf die Kleine aufpasst. Doch schon vor der Schwangerschaft hab‘ ich mir Zuhause ein Sport Equipment zugelegt, um nicht mehr ganz so ortsgebunden zu sein. Trotzdem mag ich es gern im Studio zu trainieren, gerade wegen dem Beintraining. Deshalb versuche ich auch immer zu gehen, wenn es organisatorisch irgendwie möglich ist.
WOCHENBLATT: Hattest du Angst in der Schwangerschaft an Gewicht zuzunehmen?
Kim Siebert:  Nein. Wie ich aussah war erstmal nicht so wichtig. Das Baby und die Geburt standen im Fokus. Und auch nach der Schwangerschaft hab‘ ich mir kein Druck gemacht.
WOCHENBLATT: Wie hat sich dein Gewicht in der Schwangerschaft verändert?
Kim Siebert:  Insgesamt nahm ich 23 Kilogramm zu. Das hört sich viel an – doch heute wiege ich sechs Kilo weniger als vor der Schwangerschaft. Bis zu meinem alten Gewicht dauerte es sieben bis acht Monate. Ein Hauptgrund für die schnelle Abnahme waren zum einen private Gründe sodass ich keinen Appetit hatte und zum anderen kam ich manchmal einfach nicht zum Essen. Sprich ich kam in ein sogenanntes Kaloriendefizit. Ich habe im Alltag mehr Kalorien verbrannt als ich zu dieser Zeit zu mir genommen habe. Gesunde Ernährung und Training waren die nächsten Schritte. Der Body nach der Schwangerschaft ist entstanden, weil ich fitness- und ernährungstechnisch dort weitermachte, wo ich vor der Schwangerschaft aufgehört hab‘ und weil Fitness und Ernährung ein sehr wichtiger Punkt in meinem Leben sind und waren.
WOCHENBLATT: Was denkst du was das Hauptproblem ist, wenn Mütter nach der Schwangerschaft nicht mehr zu ihrem Wunschgewicht / Idealgewicht zurückfinden?
Kim Siebert: Ich glaube das können unterschiedliche Hauptprobleme sein. Zum einen glaube ich, dass viele in der Schwangerschaft mehr essen, als sie (und das Baby) wirklich brauchen. Danach steht das Kind im Fokus und man muss sich in seinem neuen Leben als Mama erstmal orientieren. Hinzu kommt, dass man nicht nur als Baby sondern auch als Mama erstmal die Geburt verarbeiten muss. Das sind Faktoren die es meist nicht zulassen, dass man noch einen Kopf für andere neue Themen hat wie z.B. Ernährung und Sport. Allerdings beachten viele Schwangere nicht, dass es aufgrund der neuen Situation, die nach der Geburt auf einen zukommen wird, eben nicht mehr so leicht ist, angefutterte Fettpölsterchen wieder loszuwerden. Zum anderen könnte ein Hauptproblem sein, dass manche Frauen mit dem „Mama sein“ den Bezug zu sich als Frau und ihren Körper verlieren.
WOCHENBLATT: Okay. Und was ist, wenn du mal Lust auf was Ungesundes hast?
Kim Siebert:
Klar esse ich auch Pizza oder ungesunde Sachen. Aber ich gestalte dann meine anderen Mahlzeiten an dem Tag dementsprechend kohlenhydratarmer und proteinhaltiger. Oder nehme mir manchmal auch meine eigenen Sachen mit als Alternative. Denn ich finde: Nur weil man seinen Ernährungsplan verfolgt, heißt das nicht, dass man nicht mehr dabei sein darf. Gerade bei Treffen mit Freunden, wo es oftmals Sachen zu essen gibt, die in einer Ernährungsumstellung nicht so geeignet sind.
WOCHENBLATT: Auf deinem Instagram Account (kimmy_choo) berichtest du täglich über deine Erfolge. Was treibt dich dazu an?
Kim Siebert Ich möchte andere dazu motivieren, dass es nach der Schwangerschaft gar nicht so schwer sein muss, sich im Körper wieder wohlzufühlen oder sich gesund zu ernähren. Auch möchte ich zeigen, dass Sport mit Kind auch im Alltag möglich ist. In Instagram gebe ich Sport- und Ernährungstipps.
WOCHENBLATT: Als eine der wenigen Frauen ist bei dir ein richtiger Sixpack zu sehen. Dass du vor einem Jahr ein Kind zur Welt gebracht hast, ist kaum glauben. Wie hast du das gemacht?
Kim Siebert: Jeder Körper ist anders. Ich muss auch sagen, dass die Grundvoraussetzung für den  Sixpack hauptsächlich in der Ernährung und im Kraftsport liegt. Und zwar nicht mit dem Fokus auf reine Bauchübungen sondern auf das Ganzkörpertraining.
WOCHENBLATT: Noch ein letzter Tipp für Mütter?
Kim Siebert: Macht euch keinen Druck! Und das Sport- und Ernährungsprogramm sollte immer in den Alltag integrierbar sein, um langfristig Erfolge zu erzielen. Und auch wenn man ein Sportmuffel ist, kann man sich was suchen was einem richtig Spaß macht!

Wochenblatt Redakteur @: Diana Engelmann