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"Halten Sie weiter durch"

Komposch
Claudia Komposch bei ihrer Botschaft

Botschaft von der Chefin des Thurgauer Krisenstabs

Thurgau. Die Chefin des Kantonalen Führungsstabes, Regierungsrätin Cornelia Komposch, hat sich in einer Videobotschaft an die Thurgauer Bevölkerung gewendet. Zum einen mit einem Dank an alle Menschen, die sich für die Bewältigung der Coronakrise im Thurgau einsetzen, und zum anderen mit der Botschaft: «Halten Sie durch. Gemeinsam schaffen wir das.»

Cornelia Komposch, Regierungsrätin und Chefin des Kantonalen Führungsstabes: «Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonalen Verwaltung und dazugehörenden Institutionen. Verehrte Fachkräfte des Gesundheitswesens, der Sozialarbeit, Seelsorge, der Sanität, des Zivilschutzes, Polizei, Armee und der Regionalen Führungsstäbe. Verehrte Mitglieder von Behörden, Bildungsverantwortliche, Kulturschaffende, Sportveranstalter, Unternehmerinnen und Unternehmer. Liebe Thurgauerinnen und Thurgauer. Ich wende mich an Sie, die Sie tagtäglich einen enormen Einsatz leisten, um der Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken und somit das Gesundheitswesen und die lebensnotwendige Infrastruktur im Kanton Thurgau aufrecht zu halten. Ich möchte Ihnen als Chefin des Kantonalen Führungsstabs und im Namen der Thurgauer Regierung DANKE sagen.

Danke, dass Sie zusammen mit der Regierung an einem Strick ziehen, dass Sie die vom Bund erlassenen Weisungen akzeptieren und die Massnahmen umsetzen, dass Sie sich an die Verhaltensregeln halten und sich bezüglich Arbeitsbedingungen flexibel zeigen – letztlich, dass Sie ein Stück von ihrem sozialen und privaten Leben zurückstellen. Viele von Ihnen mussten Ihre Arbeit sistieren, Läden und Restaurants mussten schliessen, viele arbeiten plötzlich im Homeoffice, betreuen 24 Stunden ihre Kinder, die nicht mehr in die Schule gehen können, Grosseltern dürfen ihre Enkel nicht mehr sehen und umgekehrt, Besuche in Heimen bei lieben Verwandten sind Verboten und viele mussten ihre lang ersehnten Ferien absagen.

Diese Anforderungen an Sie, liebe Thurgauerinnen und Thurgauer, sind gewaltig und insbesondere sind die existentiellen Fragen sehr belastend.

Die Regierung ist sich der schwierigen Situation der Unternehmungen, der selbständig Erwerbenden, der Kulturschaffenden, der Sportgremien, der Pflegenden, aber auch der Familien sehr bewusst und sie setzt alles daran, Unterstützung leisten zu können. 

Im Namen der Regierung danke ich Ihnen für Ihre Solidarität, für das Vertrauen, das Sie uns schenken und die enorme Unterstützung, die wir von der Thurgauer Bevölkerung derzeit erfahren. Danke, dass Sie sich mit ganzer Kraft für die Gesundheit unserer Bevölkerung einsetzen - in einer Zeit, in der das Coronavirus unseren Alltag einschneidend einschränkt.

Dem Kantonalen Führungsstab möchte ich für sein enormes Engagement, sein strukturiertes Planen und seine Weitsicht danken. Er steht zu grossen Teilen in der Verantwortung, die Krise zu bewältigen – selbstverständlich kann er das nicht alleine; er ist auf Partner wie die Armee, den Zivilschutz und das Gesundheitswesen, die Spitäler im Kanton angewiesen.

Seit Wochen aber leistet der Führungsstab im Hintergrund fast rund um die Uhr unverzichtbare Arbeit. Er organisiert Logistisches, hilft die Bettenkapazitäten in den Spitälern zu erhöhen, hat den Bezug des alten Bettenturms im Spital Frauenfeld zusammen mit der STGAG aufgegleist, beschafft Material wie z.B. Desinfektionsmittel, Masken, Schutzanzüge, Beatmungsmaschine, etc., er betreibt zusammen mit dem Zivilschutz die Bevölkerungs-Hotline, koordiniert die freiwilligen Helferinnen und Helfer und organisiert die Unterstützung der Armee. Dem Kantonalen Führungsstab gehört unser aller Wertschätzung und Anerkennung.

Die aktuelle Situation fordert uns alle. Ja, sie ist eine Herausforderung. Für jeden Einzelnen von uns. Und jeder einzelne kann etwas zur Bewältigung der Lage beitragen. Bleiben Sie zuhause, wann immer möglich. Schützen Sie sich. Unterstützen Sie einander in der Nachbarschaft, in der Familie, im Freundeskreis, aber halten Sie immer Abstand – zwei Meter! Rufen Sie sich gegenseitig an, machen Sie sich Mut, damit wir diese aussergewöhnliche Zeit gemeinsam meistern und am Ende vielleicht sogar sagen können: wir sind trotz Abstand näher zusammengerückt.

Ich versichere Ihnen, mein Führungsstab wird, gemeinsam mit allen Partnern, alles in seiner Macht Stehende tun, diese Krise so gut wie möglich zu meistern und ich bin überzeugt; gemeinsam schaffen wir das.

Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder die Hand geben können – noch ist es nicht soweit. Wir müssen Geduld haben und diszipliniert sein. Ich appelliere an Sie: Halten Sie durch, halten Sie Abstand, halten Sie Sorge zueinander. Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit.»

Wochenblatt @: Oliver Fiedler