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Kurzarbeitergeld: So machen sich die Zahlungen bei der Rente bemerkbar

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Bildnachweis: Pixabay, 4006754, Wilfried Pohnke

Früher war es in erster Linie für Saisonarbeiter gedacht, doch seit der Corona-Pandemie hilft es unzähligen Deutschen über die finanziellen Runden: das Kurzarbeitergeld.

Doch wie beeinflusst der Bezug die spätere Rente? Eine Antwort auf diese Frage sowie weitere Infos zum Thema gibt es hier.

Grundsätzliche Informationen


Laut einer Informationsseite des Finanzdienstleisters Swiss Life Select besteht dann Anspruch auf Kurzarbeitergeld (KUG), wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebes einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens zehn Prozent zu erwarten haben.

Beantragt wird das KUG über den Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit.

Laut der Swiss Life Select-Seite kann das KUG bis zu zwölf Monate gezahlt werden, eine Verlängerung des Zeitraums ist aufgrund der Corona-Pandemie möglich. Sie beträgt maximal 24 Monate, diese Ausnahmeregelung gilt bis zum 31. Dezember 2021.

In Unternehmen, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen gelten, wird während des Bezugs von KUG auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Die Höhe des KUG richtet sich nach dem sogenannten Netto-Entgeltausfall. Arbeitnehmer erhalten zunächst 60 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts. Ist mindestens ein Kind im Haushalt vorhanden, erhöht sich das KUG auf 67 Prozent.

Für weitere Infos rund um das KUG verweist Swiss Life Select auf eine Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Einen Kurzarbeitergeld-Rechner gibt es auf dieser Seite von test.de

 

Kurzarbeitergeld und Rente

 

Nach Schätzungen des Ifo-Instituts befanden sich im Juli 2021 über eine Million Menschen in Kurzarbeit. Doch wie wirkt sich diese Lohnersatzleistung auf die spätere Rente für eine so große Anzahl von Arbeitnehmern aus?

Laut Informationen der Deutschen Rentenversicherung sind die Auswirkungen eher gering. Wenn Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten, verringern sich die Beiträge zur Rentenversicherung zunächst in Relation zum tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelt. Die zahlen wie üblich Arbeitgeber und -nehmer gemeinsam.

Zusätzlich zahlt der Arbeitgeber weitere Rentenbeiträge – und zwar auf 80 Prozent des Verdienstes, der während der Zahlung von KUG ausgefallen ist.

Hierzu ein Beispiel der Deutschen Rentenversicherung: Ein Arbeitnehmer erhält einen monatlichen Verdienst von 3.000 Euro brutto. Während der Kurzarbeit reduziert sich dieser Verdienst um 50 Prozent auf 1.500 Euro pro Monat.

Beträgt der Bezug von KUG ein Jahr, erwirbt der Arbeitnehmer aufgrund der aktuellen Regelung einen Rentenanspruch von 26,70 Euro monatlich. Im Vergleich dazu hätte er bei einem Jahr ohne Kurzarbeit einen Anspruch von 29,60 Euro monatlich erworben. Das Minus bei der späteren Rente beträgt also etwa drei Euro pro Monat.

 

Pandemiebedingte Zugangserleichterungen beim Kurzarbeitergeld

 

Aufgrund der Coronakrise hat der Gesetzgeber zahlreiche befristete Sonderregelungen erlassen. Sie sollen den Bezug von KUG erleichtern, wenn Unternehmen aufgrund der Pandemie Arbeitsausfälle zu beklagen haben. Die Regelungen sollen mögliche Entlassungen während der Krise verhindern.

Zu den Regelungen gehören neben der Verlängerung des Bezugszeitraums auf bis zu 24 Monate die Erstattung von Beiträgen zur Sozialversicherung an die Arbeitgeber. Außerdem wird das KUG ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent erhöht, wenn Arbeitnehmer einen Entgeltausfall von mindestens 50 Prozent haben (77 Prozent bei Haushalten mit Kindern).

Ab dem siebten Bezugsmonat steigt das KUG auf 80 Prozent, an (87 Prozent bei Haushalten mit Kindern). Voraussetzung ist, dass der Anspruch auf KUG bereits vor dem 31.03.2021 bestand. Zudem erhalten auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter KUG, wenn ihr Verleihbetrieb dies bis zum 30.09.2021 eingeführt hat.

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