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Mehr Unfälle und mehr Todesfälle auf dem See in 2019

Wapo Bilanz
235 Boote mussten durch die Rettungskräfte im letzten Jahr aus dem See geborgen werden. swb-Bild: Kapo.tg

Kreuzlingen/ Schaffhausen. Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2019 198 Unfälle, wie die Seepolizeidienste und um den See kürzlich bekanntgaben. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von 15 Ereignissen. Diese forderten 38 Verletzte (2018: 42) und 17 Tote (13).  Im vergangenen Jahr mussten 432 Personen aus Seenot gerettet werden (437).

Insgesamt ereigneten sich letztes Jahr auf dem See 25 Badeunfälle (- 4). Dabei verunglückten 10 Personen tödlich (+ 1), 15 Schwimmer wurden verletzt geborgen (- 5).  Im zurückliegenden Jahr wurden 5 Tauchunfälle (Vorjahr: 6) bearbeitet. Alle 5 erlitten Verletzungen und mussten ärztlich behandelt werden. Ein tödlicher Tauchunfall war nicht zu verzeichnen (Vorjahr: 1). Bei 27 sonstigen Unfällen wurden 5 Tote und 5 Verletzte registriert. Dabei handelte es sich überwiegend um Unfälle durch Stürze auf Booten und in den Hafenanlagen, der Beschädigung von Booten bei Sturmereignissen.

Die Schifffahrt war mit 141 Unfällen (72 %), an der Gesamtzahl der Unfälle beteiligt. Die Hauptursage der Unfälle war auch im letzten Jahr zum größten Teil "mangelnde Sorgfalt" der SchiffsführerInnen und weniger das Wetter.

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Einsätze im Sturmwarndienst auf 407 (Vorjahr 346). Die Einsätze im Seenotrettungsdienst stiegen von 352 auf 383. Die Vielzahl der Einsätze im Seenotrettungsdienst hängt damit zusammen, dass der Bodensee vom Frühjahr bis in den späten Herbst von einer Vielzahl von Wassersportlern frequentiert wurde. Dies ist auf die guten Wetterbedingungen wie auch auf die gute Ausrüstung der Wassersportler zurückzuführen, welche es erlaubt, auch bei widrigen Wetterbedingungen Wassersport zu betreiben.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler