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Nachdenkliches von Dr. Einstein

| Der Bunte Hund

Guten Tag meine Damen und Herren, es riecht seit kurzem anders in meinem Futternapf.

Und der Sache wollte ich auf den Grund gehen. Wissen Sie was passiert ist? Mein Frauchen hat mir vegetarisches Hundefutter untergejubelt. Werde ich dadurch jetzt zu einem besseren Hund? Stinken die Exkremente nicht mehr so fürchterlich? Ist das nicht wider der Natur? Im Ursprung sind wir Jäger – und sollten die kranken Tiere im Wald erledigen… Der Trend sich fleischlos zu ernähren wird immer größer. Im Landkreis Konstanz gibt es über 10 vegetarische Restaurants, also muss die Nachfrage da sein. Bei Veranstaltungen und Familienfeiern muss das ebenso mit eingeplant werden – wie Laktoseintoleranz und Glutenfreie Ernährungsweisen. Essen Vegetarier kein Fleisch um etwas für das Tierwohl zu tun – oder weil es für sie selber »gesünder« ist? Wo in Monokulturen Gemüse und Soja angebaut wird haben Tiere ihren natürlichen Lebensraum verloren. Palmölplantagen, deren Endprodukte in Süßwaren, Fertigprodukten, Kosmetika oder technischen Betriebsmitteln landen, geben Orang Utans den Rest. Für die Ausweichprodukte wie Soja, Kokos und Raps wird noch mehr Anbaufläche benötigt und fällt somit wieder schwer ins Gewicht. Der Regenwald wird zerstört damit die Menschen hier ein besseres Gewissen haben. Wird ein Vegetarier auch bei Papier, Biodiesel oder Holz auf die Herkunft achten? Veganer werden da schon etwas konkreter. Ihnen geht es auch um alle Produkte die tierischen Ursprungs sind. Viele Gründe liegen für sie darin sich auf diese Weise zu ernähren und zu kleiden. Doch auch hier bleibt die Überlegung wo die »Ersatznahrung« her kommt. Wer sich mit der hiesigen Landwirtschaft einmal beschäftigt hat wird feststellen, dass dort ebenfalls einige tierische Opfer zu beklagen sind. Seien es die Insekten, Feldhasen, Vögel oder die Rehkitze die unter die Mäher kommen. Wer dem noch nicht zum Opfer gefallen ist wird sich im Anschluss der Herausforderung überleben trotz Pestizide und Herbiziden stellen müssen. Es ist ein schöner Ansatz, etwas für das Tierwohl zu tun. Die Botschaft sollte wohl heißen »esst weniger Fleisch« – oder »Augen auf beim Fleisches Kauf.« »Regional und Saisonal«… Kleidungsstücke lange tragen, Möbel mit Bedacht fürs Leben aussuchen, Papier aus Recyclingproduktion… nicht jedem Trend folgen, weg von der Wegwerfgesellschaft. Denn auch bei der Produktion von Tablet, Smartphone und anderen technischen Neuheiten sind Bodenschätze nötig die in Regionen abgebaut werden in denen Tiere ihren natürlichen Lebensraum verlieren. Der Mensch benimmt sich wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen… egal welche Ernährungsweise er anstrebt. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Das komplette Verhalten im Alltag. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen ebensolchen, euer Dr. Einstein.

Wochenblatt Redakteur @: Der Bunte Hund

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