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Premiere im Eichenhain

Weinfest Singen
Sie genießen die erwartungsvollen Tage vor der Premiere des Singener Weinfestes: Lisa und Isabell Vollmayer, die Veranstalter Kay Brüggemann und Frank Schuhwerk, Gerhard Bumiller und Manfred Luck vom Celje-Partnerschaftskomitee, Veranstalter Tommy Spoerrer, Hauptsonsor Sepp Zapf von der Konstanzer Schneiderei »MassName« Die Weinproduzenten Volker Faust (Markgraf von Baden), Armin Zolg, Klaus Rebholz und Thomas Hagenbucher (Staatsweingut) mit Claudia Kessler-Franzen vom Standortmarketing »singen aktiv. Auf dem Bild fehlt Clemens Fleischmamm von der Ottilienquelle als weiterer Hauptsonsor. swb-Bild: of

1. Singener Weinfest vom 11. bis 13. Juli

Singen (of). Wo ist in Singen bloß der »Eichenhain«. Das ist eine Frage die einem in den letzten Tagen ständig gestellt wird, denn plötzlich ist der »Eichenhain« doch im Hegau in aller Munde. Die Antwort auf die Frage weiß Frank Schuhwerk, einer der vier Partner des eigens für dieses erste Weinfest in Singen gegründeten Unternehmens ganz einfach zu erklären. Denn der »Eichenhain« war in früheren Zeiten einmal Gelände für Bauhof und Feuerwehr an der Schaffhauser Straße. Nachdem beide Einrichtungen längst woanders sind, war es erstmal Parkplatz für die benachbarte «Gems«, und im Rahmen der Landesgartenschau 2000 in Singen platzierte sich der Landespavillon dort an der Ecke zur Mühlenstraße. Und nun sind die damals dort im Alter von 10 Jahren gepflanzten Eichen erwachsen genug, um nun das Dach für ein ganz besonderes Fest zu geben, dass wahrscheinlich ganz schnell ein großer Renner wird: Am Donnerstag feiert das erste Weinfest in Singen seine Premiere - und will gleich damit schon mal Zeichen setzen im Hegau.

Eigener Radabstellplatz
Von fünf Richtungen findet man den »Eichenhain« bequem. Parklätze und Bahnanschluss ist am Laga-Halt, weitere und Busanschluss ist an der Scheffelhalle. Und beim Gelände wird eigens ein großer beleuchteter Radabstellplatz eingerichtet.

Allianz des guten Geschmacks

Mit der Idee zum Singener Weinfest gehen einige Personen schon länger schwanger. Das war zum einen das Unternehmen »Event Promotions« von Tommy Spoerrer und Ralf Schuhwerk, zum anderen die Veranstaltungsagentur »Bonanza Events« von Kay Brüggemann und Philipp Uricher. Sie trafen sich sozusagen bei dem Standortmarkteting Singen aktiv, wo das auch mit auf der Agenda stand. »Singen hat schließlich nicht nur den höchsten Weinberg Europas nördlich des Hauptkamms der Alpen, die Region sondern kann hier mit einer exzellenten Qualität und Vielfalt aufwarten«, sagte der Vorsitzende von Singen aktiv, Dr. Gerd Springe, beim Medientermin am Montag. Und für das Weinfest wurde nun ein eigenes Unternehmen begründet, was auf eine lange Perspektive schließen lässt, nachdem dafür nun ein ideales Gelände gefunden wurde, und auch ein idealer Zeitpunkt, der nicht mit anderen Veranstaltungen dieser Art kollidiert.

Sieben Winzer sind dabei

Die Empanzipation der Weinanbau- und -ausbaubetriebe abseits des Volksgaumen-domierten Bodensee ist am Hochrhein, auf der Höri und natürlich im Hegau schon lange im Gange und die Weinproduzenten können auf eine besondere Qualität stolz sein. Zum Beispiel das Hilzinger Weingut Vollmayer im eben jenem höchsten Weinberg. Zwar gibt es dort im August ja immer ein eigene Weinfest, doch habe man die Gelegenheit, auch mal in der Stadt Singen mit dabei zu sein, unterstreichen Lisa und Isabell Vollmayer. Oder Klaus Rebholz, der vor Jahren die Wiedergeburt der Bohlinger Galgenberg Rebberge schaffte, und auch in Gaienhofen wie Weiler inzwischen Wein anbaut und in Liggeringen nach Schweizer Schule ausbaut. Es ist sich sicher, dass viele diesem Fest dankbar sein werden, weil sie seine Weine dort kennen lernen können. Und auch Armin Zolg, dessen Vater 1994 in Gailingen sich anschickte die »Ritterhalde« zu großen Marke zu machen, ist froh, hier unter dem Hohentwiel als Botschafter einer erstklassigen Lage präsent zu sein. Und auch die »Nachbarn« wie der Markgraf von Baden, oder das Staatsweingut Meersburg, das freilich auch den »Olgaberg« in Singen bewirtschaftet, sind über den regionalen Fokus froh, der mit diesem Fest gelegt wird. Mit im Boot ist bei der Premiere auch die Konstanzer Spitalkellerei und als ganz besonderes Schmankerl die Winzerfamilie Kovacic aus der Umgebung von Celje, für die sich auch der scheidende Partnerschaftsbeauftragte Gerhard Bumiller stark gemacht hatte und das dem Fest doch ein besonderes Flair geben dürfte.

Musik, Gesang und Wein

Gerhard Bumiller ist beim Weinfest in einer Doppelrolle engagiert. Denn zum Wein gehört einfach Gesang dazu. Dafür steht der Singener Männerchor, der am Donnerstag, 11. Juli, die Eröffnung des Weinfestes ab 17.45 Uhr umrahmt, bevor der OB hier zum Erheben aller Gläser aufruft. Am Abend werden »Sixty6« ab 19 Uhr aufspielen auf der kleinen Eichenhain, am Freitag gibt es - in Abstimmung mit dem Stadtparkfest nebenan die »Feierware Jazzband«, am Samstag spielen die »Rockodiles« - da kommen sogar Oldtimer aufs Gelände.

Gaumenfreuden

Rund um den Wein wird es auch feste Gaumenfreuden durch die Partner geben. Geringelten Rettich zum Beispiel, Speck und und Schnittlauchbrot, aber die auch Hegauer Grillwurst wie Maultaschen aus Radolfzell von »Fine Foods«. Der Käse zum Wein kommt aus Slowenien.

Auf großen Ansturm sie die Weinfest-Initiatoren gerüstet. „Wenn jemand  da auch im Stadtgarten feiern will, kann man bei uns sogar die Picknick-Decken ausleihen«, so Tommy Spoerrer. Für Fest gibt es ein eigenes Glas, das auch Pflicht ist für alle Teilnehmer und Gäste.
Und dann noch die wichtigste Frage: an allen drei Abenden hat das Weinfest bis 23 Uhr geöffnet, am Donnerstag und Freitag beginnt es jeweils um 16 Uhr, am Samstag ab 11 Uhr.
Und: Bier gibts gar keins auf dem Weinfest. Dafür eine eigene Laube für Alkoholfreies. Mehr https://weinfest-singen.de

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler