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Urologie Praxis - Fachärzte in Singen am Hohentwiel: Vorsorge kann Leben retten

PD Dr. med. Wassilios Bentas mit Team. Bild: SWB-de

Die Krankenversicherung bietet Männern erst ab 45 Jahren die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungenan. Im Interview verrät PD Dr. med. Wassilios Bentas, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und warum sich gerade jüngere Männer untersuchen lassen sollten.

Wochenblatt: Herr Bentas, die gesetzliche Krankenversicherung bietet Männern ab 45 Jahren die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen an. Ist das noch zeitgemäß?
PD Dr. med. Wassilios Bentas: Die gesetzliche Krankenversicherung bietet Männern ab dem 45. Lebensjahr eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane an. Diese beinhaltet neben der Befragung des Mannes zu Symptomen und bisherigen Erkrankungen das Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane sowie der Prostata, die Untersuchung örtlicher Lymphknoten sowie die Beratung zum Untersuchungsergebnis. Das Angebot selbst ist zu begrüßen, allerdings sind die angebotenen Leistungen seit knapp 40 Jahren unverändert geblieben. Moderne Ultraschall- oder Laboruntersuchungen sind darin nicht inbegriffen, erweitern jedoch die diagnostischen Möglichkeiten beträchtlich. Darüber hinaus berücksichtigt die gesetzlich angebotene Vorsorgeuntersuchung nicht das Risiko eines Einzelnen, zum Beispiel durch Erkrankungen enger Verwandter oder durch besonderen Belastungen am Arbeitsplatz häufiger und früher an bestimmten Krebsformen zu erkranken. Somit wäre es erstrebenswert die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen dem aktuellen Kenntnisstand der Medizin anzupassen und neue Untersuchungsmethoden aufzunehmen.

Wochenblatt: Warum empfehlen Sie – gerade jüngeren Männern – die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung?
PD Dr. med. Wassilios Bentas:
Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes mit mehr als 65.000 Neuerkrankungen/Jahr. Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen zeigen sich im frühen Stadium der Erkrankung keine Symptome. Allerdings ist Prostatakrebs nur im frühen Stadium gut behandelbar und nicht lebensbedrohlich. Hier hilft die Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung Erkrankungen früh zu erkennen und zu behandeln, insbesondere bei jüngeren Männern, welche noch ein langes Leben vor sich haben und in vielen Verantwortungen stehen.

Wochenblatt:  Welche Vorsorgeuntersuchungen machen bei jungen Männern außerhalb Ihres Fachgebietes Sinn?
PD Dr. med. Wassilios Bentas:
Neben den wichtigen Vorsorgeuntersuchungen auf Hautkrebs (ab dem 35. Lebensjahr) sowie Darmkrebs (ab dem 50. bzw. 55. Lebensjahr) ist meines Erachtens vor allem die Früherkennungsuntersuchung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab dem 35. Lebensjahr durch den Hausarzt sehr wichtig. Auch wenn unsere Angst vor Krebserkrankungen sehr groß ist besagen die Statistiken eindeutig, dass wir Männer in erster Linie durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährdet sind und nur in zweiter Linie durch den Krebs.

Wochenblatt: Wie läuft die klassische Vorsorgeuntersuchung bei Ihnen in der Praxis ab?
PD Dr. med. Wassilios Bentas:
Die Vorsorgeuntersuchung beginnt mit einer ausführlichen Befragung zur Vorgeschichte und zu vorliegenden Beschwerden. Anschließend erfolgt die Urinuntersuchung auf krankhafte Bestandteile und die körperliche Untersuchung mit dem Schwerpunkt Nieren, äußere Geschlechtsorgane und Prostata. Natürlich sind weitere Untersuchungen mittels Ultraschall von Nieren, Blase, Prostata und Hoden sowie Blutanalysen möglich, müssen jedoch zum Teil vom Patienten selbst getragen werden. Abschließend erfolgt eine Beratung über die erhobenen Befunde und die sich daraus ergebenden Konsequenzen sowie eine schriftliche Mitteilung an den Hausarzt.

Wochenblatt: Welche Vorteile ergeben sich für Männer, die sich regelmäßig untersuchen lassen?
PD Dr. med. Wassilios Bentas:
Ziel der Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchungen ist es eine vorliegende Erkrankung in einem frühen Stadium zu erkennen, beispielsweise eine Krebserkrankung oder einen Bluthochdruck, um dann eine möglichst große Aussicht zu haben diese Erkrankung mit wenig belastenden Therapieverfahren zu behandeln, noch bevor Sie unwiderruflichen Schaden am Betroffenen ausrichtet.

Wochenblatt: Neben den Vorsorgeuntersuchungen bieten Sie in Ihrer Praxis auch Andrologie – also Männerheilkunde – an. Was genau ist darunter zu verstehen?
PD Dr. med. Wassilios Bentas:
Die Andrologie umfasst alle Bereiche der Medizin, welche sich im weitesten Sinne mit der Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes  auseinandersetzten. Wichtige Themen sind Störungen der Zeugungsfähigkeit und des Testosteronhaushaltes sowie die Unfähigkeit des Mannes Geschlechtsverkehr auszuüben. Darüber hinaus beschäftigt sich die Andrologie mit den Veränderungen der Sexualfunktion und des Testosterons beim älter werdenden Mann und auch der männlichen Empfängnisverhütung. So ist zum Beispiel die Sterilisation des Mannes (Vasektomie) nach abgeschlossener Familienplanung ein zunehmend beliebtes Verhütungsverfahren.

Wochenblatt: Was sind Ihre wichtigsten Tipps für die Gesundheit?
PD Dr. med. Wassilios Bentas:
Sport treiben: 3 Mal pro Woche 20-60 min. Ausdauersportarten und optimalerweise zusätzlich 2-3x/Woche 20 min. Kraft- und Koordinationstraining. Der Minimalist sollte durch Bewegung zumindest ein Mal am Tag leicht ins Schwitzen kommen. Übergewicht vermeiden: Keine Verbote, aber mehr Achtsamkeit. Langsam, genussvoll und maßvoll essen. Wichtig ist eine „bunte“ Mischkost. So sollte eine gute Hauptmahlzeit mindestens drei „Farben“ haben.

Stress reduzieren: Stress schädigt die Gefäße und schwächt die Immunabwehr. Auszeiten, Abschalten und Runterkommen nicht vergessen. Entspannungstechniken, z.B. autogenes Training oder Yoga können dabei helfen. Rauchen aufhören: Rauchen ist nicht nur schlecht für die Lunge sondern für den ganzen Körper. Alkohol reduzieren: 1 Glas (0,2 l) Wein oder 1-2 Gläser (0,2-0,4 l) Bier/Tag scheinen vor Herzerkrankungen zu schützen. Alles was darüber hinausgeht ist gesundheitsschädigend. Zwei alkoholfreie Tage pro Woche als Erholung für die Leber.

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Wochenblatt Redakteur @: Diana Engelmann