- Anzeige -
- Bezahlter Inhalt -

Der Marktplatz der Frische für die Region

| Heimische Wirtschaft
Wochenmarkt Singen
Für Jörg und Thomas Hägele aus Duchtlingen ist der Singener Markt ein wichtiges Standbein zur Vermarktung ihrer „Bodensprenger“-Kartoffeln. swb-Bild: of

Singener Wochenmarkt: Das Bewusstsein für regionale Versorgung ist gestiegen

Singen. Seit etwas mehr als einem Jahr ist der Singener Wochenmarkt nun auf dem neu gestalteten Herz-Jesu-Platz. Und seit einem Jahr ist es der einzige Wochenmarkt in der Region, der sogar die Parkplätze dazu in einer Tiefgarage hat, aus der man mitten im Singener Marktgeschehen landet. Gerade in der Zeit des Corona-Lockdown ist das Bewusstsein für die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln spürbar gestiegen, ergab das Gespräch bei einem Rundgang über den Samstagsmarkt.

Mit über 40 Ständen, drei Marktgassen und dem Vorplatz der Herz-Jesu-Kirche wird auf dem Singener Wochenmarkt seit jeher regionale Nahversorgung vom feinsten gelebt. Denn dort gibt es fast alles, was man für den täglichen Bedarf an gesunden Lebensmitteln zum größten Teil vom Landwirt und Gemüsebauern selbst benötigt. Viele Marktbesucher schätzen genau diese Nähe wenn sie direkt beim Erzeuger einkaufen können, denn das schafft Vertrauen in die regionale Qualität.

Gemüse und Obst von der Höri, Kartoffeln aus Duchtlingen, von der Höri wie von anderen Äckern des Hegaus, frisches Fleisch von mehreren Metzgereien, die sich auf den Marktverkauf mit Verkaufswägen spezialisiert haben und die Vorlieben ihrer Kundschaft genau kennen. Frisches Geflügel zum Beispiel vom Immensitzhof bei Kirchen-Hausen, wo es auch Angus-Rindfleisch und immer wieder Wild gibt, die sehr beliebten Schafprodukte vom Rheinfelderhof bei Beuron, vom „Bergkäse“ bis zu Fleisch und Wurst. Käse in ganz vielen Variationen kommt aus der näheren Umgebung, aus Vorarlberg und auch die großen internationalen Spezialitäten gibt es hier von den Spezialisten zu haben, die auf sehr sympathische Weise beraten, aber auch internationale Produkte wie Oliven oder Olivenöl und Gewürze bietet der Markt. Brot kommt auch von mehreren Bäckereien direkt, Setzlinge für den eigenen Garten und natürlich Blumen gibt es – und die wohl beste Fischtheke der Region mit Angeboten von regionalen Fischzuchten genauso wie aus internationalen Gewässern. Dafür steht der Singener Wochenmarkt, den es in der Zeit von Mai bis September ja auch zusätzlich zum Samstag am Dienstag in einer etwas kleineren Ausführung gibt. Und auch auf Kaffee- oder Espresso sowie die Fleischkäswecken oder Würstle muss man hier nicht verzichten - gerade diese Stände sind stets auch ein Treffpunkt am Samstagvormittag, wo jede Menge Neuigkeiten ausgetauscht werden.

Und gerade in Corona-Zeiten hat der Markt seine Bedeutung nochmals stärken können. Da war allerdings in der harten Zeit des Lockdown auch die Erfahrung, dass die Kunden immer früher kamen, weil sie befürchteten später schon nichts mehr zu bekommen, weil eine Zeitlang auch hier Hamsterkäufe angesagt waren. Viele haben in dieser Zeit diese konzentrierte Form der Direktvermarktung neu schätzen gelernt, ist der Tenor der Marktbeschicker. Das Bewusstsein sei stark gestiegen für die Vorzüge regional erzeugter Lebensmittel, direkt vom Erzeuger.

Und der Markt ist auch ein Stück lebendige Wirtschaft, denn viele der Erzeuger produzieren tatsächlich fast ausschließlich für ihre Marktstände, was auch die Ertragslage wesentlich verbessert.
Gerne hätten die Marktbeschicker den »neuen Markt« auch mit den Kunden gefeiert, doch das geht aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen noch nicht - wird aber sicher nachgeholt.

Wochenblatt @: Ute Mucha

| Heimische Wirtschaft