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Für die Zukunft bestens gerüstet

Kinderhaus in Böhringen
Das neue Kinderhaus in Böhringen kann am Mittwoch eingeweiht werden. swb-Bild: Stadt Radolfzell

Der Neubau des Kinderhaus Böhringen setzt neue Standards

Radolfzell. Grund zu feiern gibt es diese Woche im neuen Kinderhaus in Böhringen, denn am Mittwoch kann die Einrichtung in der Freiherr-vom-Stein-Straße nach rund anderthalb Jahren Bauzeit offiziell eingeweiht werden. Die erste Feuerprobe hat das Kinderhaus indes schon bestanden, denn bereits im August durften die Kindergartenkinder ihr neues Domizil in Beschlag nehmen.

Bis zu 70 Kinder können in der Einrichtung betreut werden, erklärt die Radolfzeller Stadtverwaltung, die Träger der Einrichtung ist, gegenüber dem WOCHENBLATT. Das Besondere dabei ist, dass das neue Kinderhaus nachträglich erweitert werden kann. Hierfür kann in Zukunft die Fläche des alten Kindergartens verwendet werden. Zunächst war geplant gewesen, das ungefähr 30 Jahre alte Gebäude des alten Kindergartens zu erhalten und zu sanieren, allerdings wäre dies nicht wirtschaftlich gewesen. So fällte der Gemeinderat die Entscheidung zum Neubau der Einrichtung und zum Abriss des alten Gebäudes.

Der Neubau in Massiv- und Holzbauweise hat eine Größe von 800 Quadratmetern und weist Energiestandard KfW 55 auf. Zum jetzigen Zeitpunkt sind zwei altersgemischte Gruppen im Alter von zwei bis sechs Jahren mit verlängerten Öffnungszeiteneingezogen. Die Öffnungszeiten sind auf 32,5 und 35 Wochenstunden ausgelegt. Zudem gibt es eine Ganztagesgruppe mit aktuell 40 Wochenstunden ebenfalls für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren, so die Info aus der Stadtverwaltung.

Das Raumkonzept

»Das Raumkonzept ist so erstellt, dass es jederzeit möglich ist, Gruppenformen und Öffnungszeiten zu ändern, ohne dass es zu erneuten Umbaumaßnahmen kommen muss«, hatte Bürgermeisterin Monika Laule. Bereits beim ersten feierlichen Spatenstich, der im Mai 2019 vollzogen wurde, erläutert. Voraussetzung dafür ist, dass jeder Gruppenraum zwei zusätzliche Gruppennebenräume – einen Ruheraum und einen Intensivraum für Aktionen hat.

Die Gruppenräume sind nach Osten ausgerichtet. Vor diesen Räumen wurde eine Terrasse mit Überdachung errichtet. Somit ist gewährleistet, dass sich die Räume auch im Sommer nicht zu sehr aufheizen. Die Spielgeräte befinden sich weiterhin im westlichen Außenbereich der Einrichtung. Aufgrund der Abrissarbeiten am bisherigen Gebäude nutzen die Kinder derzeit den öffentlichen Spielplatz des angrenzenden Wohngebietes. Zusätzlich gibt es einen separaten Kreativraum und einen Bewegungsraum. An den Eingangsflur schließt sich ein offener Bereich mit Fensterfront zum Außengelände nach Westen an, in dem eine Kinderküche und das -bistro untergebracht sind. In diesem Bereich frühstücken die Kinder, essen zu Mittag und können in der Kinderküche selbst kochen oder backen. Neben dem Leitungsbüro befinden sich ein Personal- und Pausenraum für die Mitarbeitenden. Außerdem ist ein separates Gesprächszimmer vorhanden. Im neuen Kinderhaus gibt es eine Verteilerküche, das bedeutet, dass nicht gekocht wird, sondern das Essen von einem Lieferservice gebracht wird. Wie von Seiten der Stadtverwaltung zu erfahren war, konnte der geplante Kostenrahmen von 3,75 Millionen Euro eingehalten werden.

»Eine interessante Aufgabenstellung«

»Die Aufgabenstellung ein 3-gruppiges Kinderhaus für ein differenziertes Betreuungsangebot mit altersgemischten Gruppen und Ganztagesangebot mit 800 m² um das bestehende Kinderhaus zu bauen, war eine interessante Herausforderung«, berichtet Architekt Gerhard Maier vom Büro Bauraum in Konstanz. Die Zielsetzung in der Freiraumplanung, nach Abriss des bestehenden Kinderhauses, qualitativ hochwertige Freiflächen im Osten und Westen zu erhalten ermöglichte uns ein L-förmiger Grundriss. Eine spätere Erweiterung des Kinderhauses um eine zusätzliche Gruppe wurde in das Konzept integriert.

»Besonderen Wert wurde auf die Nachhaltigkeit aller am Bau verwendeten Baustoffe sowie der Technik gelegt. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, LED-Beleuchtung und ein 30 KW Peak Photovoltaikanlage ergänzen das Konzept In der mit Weißtanne ausgekleideten Piazza Bambini erfreut ein von bauraum gmbh konstanz, Elektroplaner Michael Djebbar und Baustatik Relling GmbH zur Einweihung gespendeter „Ficus longfiola“ die Kinder«, so Maier

Sein besonderer Dank gilt der Stadt Radolfzell mit allen an diesem Projekt beteiligten Personen und der Kinderhausleiterin Frau Kinn, die mit uns und allen Fachplanern und Handwerkern dieses gelungene Projekt begleitet und umgesetzt haben, betont er.

Wochenblatt @: Dominique Hahn