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Urweltmuseum Bodman hat eröffnet

Urweltmuseum Bodman hat eröffnet
Das Obergeschoss unter dem Dach birgt viele sehr hochkarätige Original-Fundstücke. In der alten Schlosstorkel von 1772 wurde das Urweltmuseum Bodman eingerichtet. swb-Bilder: of

Spannende Einblicke in die Zeit von 180 Millionen Jahren

Die Torkel ist nun Außenstelle des Urweltmuseum Hauff in Holzmaden

Bodman. Mit etwas Verspätung konnte es nun eröffnet werden, das neue Urweltmuseum Bodman in der alten Schlosstorkel von 1772, die dafür auf zwei Stockwerken zu einem sehr modernen und mit einem auch sehr interessanten didaktischen Konzept umgebaut wurde. Das Museum stellt eine weitere Attraktion für die Bodenseeregion dar und ist durch seine Struktur auch ideal für Gruppen wie auch für Schulklassen, wie Rolf Bernhard Hauff bei einer Führung für das Wochenblatt an vielen Beispielen deutlich macht. Der Bodensee hat Rolf Bernhard Hauff schon länger angetan auf der Suche nach einer Außenstelle für das berühmte Urweltmuseum in Holzmaden (etwa 50 Kilometer von Stuttgart entfernt). Das hat zum einen private Gründe gehabt, aber es gibt für ihn auch die hier fühlbare Verbindung durch das Wasser zum einstigen Jura-Urweltmeer, das in Urzeiten die Regionen hier bedeckte, und die ihre Spuren in den Schieferschichten rund um Holzmaden hinterlassen haben, das in dieser Hinsicht ein Fundort von Weltrang ist seit schon über 100 Jahren. Dort wurden viele Saurier gefunden, seltene Plesiosaurier zum Beispiel, Ichthyosaurier, Flugsaurier, riesige Krokodilsaurier als die Vorläufer der heutigen Krokodile, die Vorläufer unserer heutigen Fische oder als besonderes Highlight versteinerte Seelilien in einer beeindruckenden Größe von mehreren Metern. In den Steinbrüchen rund um Holzmaden gab es so viele erstklassige Funde, dass damit neben dem Stammhaus eben noch ein zweites Museum hier am Bodensee mit erstklassigen und spektakulären Ausstellungsstücken ausgestattet werden konnte. Ein professionelles Team an Restauratoren hat die viele Meter umfassenden Stücke, die sich hier an den Wänden präsentieren oder die im Obergeschoss in offenen Vitrinen gelegt sind, erstklassig aufbereitet und aus den Einzelteilen zusammen gesetzt, die in den Steinbrüchen geborgen wurden. Das kann man wirklich viel staunen, wie viel diese Urzeiten uns erzählen können.

Urwelt erwacht digital zum Leben
Doch damit nicht genug. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen wurde die Museumsdidaktik für dieses Museum entwickelt und umgesetzt. Und da ist man auf einmal genau im „Jetzt“ mit all den technischen Möglichkeiten gelandet. DieVertreter der Urwelt erwachen hier in Animationen auf dem Bildschirm zum Leben, werden aus den versteinerten Überresten zu „Fleisch und Blut“. An vielen Stationen kann man sich zudem über QR-Codes zusätzliche Informationen auf das Smartphone holen. In einem eigenen Kinosaal treten die Besucher die Reise in einer Millionen Jahre entfernte Vergangenheit an.

Besondere Abenteuer für Kinder
Die Ausstellung ist so gestaltet und aufgebaut, das Kinder hier besonders angesprochen werden können, beim Besuch mit der Familie wie auch als Schulklassen, wie betont wird. In einem eigenen Raum können Kinder hier sogar als Ausgräber tätig werden und mit etwas Geduld ein riesiges Saurier-Skelett freilegen, war beim Rundgang zu erfahren. Das ist eine der Stationen, bei denen am meisten los ist in dem neuen Museum.

Wie der Bodensee entstand

Einen besonderen Leckerbissen hat das neue Urweltmuseum gleich im Eingangsbereich parat. Dort kann man nämlich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit wie in die Zukunft gehen zur Frage, wie der Bodensee einst entstanden ist. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen wurde die Animation geschaffen die in der Zeit vor 50.000 beginnt, als die ganze Region unter einem dicken Eispanzer lag. Der Bodensee und Rhein wandelten sich mit dem Rückgang der Gletscher vielfach, eine Zeitlang gab es sogar eine Verbindung bis zum Zürichsee, veranschaulicht das Modell, dass zu verschiedenen Epochen auch in einer Vitrine zu finden ist. Der Blick in die Zukunft zeigt freilich auf, dass der See im Laufe der nächsten Jahrtausende immer kleiner wird, durch die aus den Alpen eingetragenen Sedimente.

Mit Bus und Schiff erreichbar

Das Urweltmuseum selbst hat leider keine Parklätze vor dem Haus zu bieten. Man kann aber auf dem Parkplatz vor dem Ort parken und einen Spaziergang von rund 10 Minuten wählen, oder aber den Linienbus, der im Halbstundentakt dem Museum sehr nahe kommt. Viele Gruppen nehmen aber auch gerne das Schiff, denn vom Hafen aus kann man die Torkeln über den Weg durch die Uferanlagen erreichen. Mehr Informationen zum Museum gibt es unter www.urweltmuseumbodman.de 

 

 


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