Friedensaktionen von Greenpeace zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

| Oliver Fiedler

Konstanz/ Radolfzell. Mit einem gemeinsamen Street Art-Projekt setzen Greenpeace Bodensee und der Künstlerin Cornelia Pfitzer-Lorenz ein Friedenszeichen auf dem Luisenplatz in Radolfzell. Schon in der Nacht des 6. August setzten die Friedensaktivisten mit einen Peace-Zeichen aus Kerzen auf dem Konstanzer Münsterplatz exakt zur Zeit der Explosion vor 75 Jahren über Hiroshima ein temporäres Mahnmal.

Das 2 mal 3 Meter große Gemälde entstand anlässlich der Gedenktage für Hiroshima und Nagasaki - die grausamen Atombombenabwürfe jähren sich im August zum 75. Mal. „Mein Thema ist der Phönix, der sich aus der Asche der Zerstörung erhebt (Hiroshima und Nagasaki), sinnbildlich für den Menschen, der immer wieder versucht, sich aus den Zerstörungskräften zu befreien und sich auf das wahre Sein zu besinnen. Aber wir leben in apokalyptischen Zeiten, und so hat er es schwer, gänzlich dem Destruktiven zu entkommen und sich dem Licht zuzuwenden. Jeder Mensch ist aufgerufen, gegen die Unvernunft und heillose Vernichtung überall etwas Gutes entgegen zu setzen! Ich möchte mit meinem Bild Mut zu sprechen und Hoffnung wecken.“, sagt die Künstlerin Cornelia Pfitzer-Lorenz.

Bei den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki 1945 starben mehr als 200.000 Menschen. Die Menschen dort leiden noch immer unter den Spätfolgen der Atombombenabwürfe. „Die Gräueltaten von Hiroshima und Nagasaki dürfen nie wieder geschehen”, sagt Silvan Hild, Sprecher von Greenpeace Bodensee und richtet einen Appell an die Bundesregierung: „Deutschland kann jetzt wegweisend einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten, indem die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet.“

Fachleuten zufolge lagern im rheinland-pfälzischen Büchel 20 US-amerikanische Atombomben, die im Kriegsfall von deutschen Piloten ins Ziel geflogen werden sollen. Die in Büchel stationierten Bomben haben jeweils eine mindestens zehnfache Sprengkraft der Hiroshima-Atombombe.

Laut einer im Juli veröffentlichten Greenpeace-Umfrage befürworten 92 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreibt und damit alle Atombomben aus Deutschland abgezogen werden. Das Meinungsforschungsinstitut Kantar hatte am 1. und 2. Juli 1008 Menschen im Auftrag von Greenpeace hierzu befragt.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

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