WM-Plätze knapp verpasst
Hegauer KunstradsportlerInnen erfolgreich bei Hallen-DM
- Foto: Wilfried Schwarz
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Sulzbach/Aach/Volkertshausen. An den beiden Tagen der Deutschen Meisterschaften gab es spannende Wettkämpfe, bei der auch die letzten WM-Plätze im 1er der Männer 2er der offenen Klasse sowie im 1er der Frauen vergeben wurden.
In der Main-Spessart-Halle von Sulzbach am Main hatte der RV/TV Soden Sulzbach um Cheforganisator Christian König wieder für sehr gute Bedingungen gesorgt. Gegenüber 2024 warten die Veranstalter mit einigen Neuerungen, wie die Präsentation der Sportler in den beiden Finalveranstaltungen und Verbesserungen im Umfeld der Halle auf.
Die wichtigste Nachricht an der DM brachte Marco Rossman (German Cycling) am Freitag-Nachmittag mit nach Sulzbach: „Nach der Absage der Hallenrad-WM in Derby/GB durch den Weltverband UCI vor gut zwei Wochen, kann ich heute mitteilen, dass es in 2026 auch eine Hallenrad-WM geben wird. Diese wird vom 30. Oktober bis 1. November in der MHP-Arena von Ludwigsburg statt.“ Das wurde von den qualifizierten Sportlern mit Erleichterung entgegengenommen.
Wenn es auch in der WM-Qualifikation im 4er Kunstrad für Aach nicht für das WM-Ticket reichte, so kann sich die DM-Bilanz sehen lassen. Deutscher Meister 4er Einrad, Deutscher Meister 4er Kunstrad offen, Deutscher Meister 6er Einrad – DM-Silber 6er Kunstrad – DM-Bronze 4er Einrad Frauen. Der 2er des RSV Volkertshausen, die Geschwister Knobelspies konnte sich mit Platz drei in der Vorrunde den WM-Ersatzplatz und die Teilnahme am Final-Four sicheren. Im Finale musste die beiden jedoch mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden sein. „Wir waren sehr gut vorbereitet nach Sulzbach gefahren“, so Aachs Cheftrainerin Katja Gaißer. „in den beiden Einrad-Disziplinen hatte die Konkurrenz sehr stark vorgelegt und dann sehr stark gekontert. Im 4er Einrad hat Aach die beste gemischte Mannschaft und die beste Frauenmannschaft Deutschlands. Im 4er Kunstrad gehören wir zu den vier besten Teams in Deutschland und im 6er Kunstrad hat es nicht ganz gereicht, das favorisierte Team aus Ebersheim zu schlagen. Ich bin mega Stolz auf diese Leistung meiner Sportler.“
Deutscher Meister und DM-Bronze im 4er Einrad
Der erste DM-Tag begann um die Mittagszeit mit dem Vize-Meistertitel im 6er Kunstrad. Ein Absteiger zwischen einer Übung sowie 100 Prozent-Abwertung für die letzte Übung, die nicht mehr innerhalb der fünf Minuten war, kosteten wertvolle Punkte. Am Ende mussten sich Yannick Gaißer, Jone Burow, Lena Andorinha, Franziska Bötzer, Natalie Grote und Hannah Elsässer mit ausgefahrenen 196,71 knapp dem favorisierten Sextett von Mainz-Ebersheim geschlagen geben. Diese waren an diesem Tag nicht so sattelfest wie zuletzt beim Deutschland-Cup, als sie einen neuen deutschen Rekord aufstellten. „Wir hätten uns nicht beklagen können“, so der Ebersheimer Trainer Oliver Schwarz, „wenn wir hinter Aach von der Fläche gingen.“ Mit 198,01 sollte der DM-Titel erneut nach Ebersheim gehen. Bronze holte Ebnat mit 149,85 Punkten.
Im 4er Einrad waren 17 Teams angetreten. Mehre Quartetts machten sich Hoffnungen auf eine Medaille. Nachdem Mörfelden 144,10 Punkte vorgelegt hatte, Rauen diese mit 139,1 nicht knacken konnte, sollte Aach 15 mit Hannah Elsäßer, Natalie Grote, Sarah Bötzer und Anika Meßmer mit 143,09, trotz perfekter Kür, diese ebenfalls nicht knacken können. Aach 14, als Titelverteidiger zeigte danach eine Kür mit sehr wenigen Abzügen. Mit 151,34 und neuem deutschen Rekord setzten sich Yannick Gaißer, Jone Burow, Lena Andorinha und Franziska Bötzer an die Spitze. Flonheim, das mit 158,7 die höchste Schwierigkeit eingereicht hatte, konnte dem nur 140,05 entgegensetzten und musste mit Platz 4 zufrieden sein. Somit erneuter Titelgewinn durch Aach 14 vor Mörfelden und Aach 15.
Deutscher Meister im 6er Einrad und 4er Kunstrad offen am zweiten DM-Tag
Am zweiten DM-Tag setzte der 6er Einrad die Aacher Erfolgsserie fort. Yannick Gaißer, Sarah Bötzer, Lena Andorinha, Franziska Bötzer, Natalie Grote und Hannah Elsässer waren als letzter Starter der acht qualifizierten Teams gefordert. Oberesslingen (126,98) und die beiden Teams auf Antrup-Wechte hatten 128,78 und 132,25 vorgelegt. Sie zeigten von Beginn bis zum Ende eine sehr sichere Kür. Bei 135,93 und Platz eins blieb die Wertungsanzeige stehen. Somit Deutscher Meister vor den beiden Sextett aus Antrup-Wechte. Zur Siegerehrung erklang „We are the Champions“ von Queen.
In der letzten Entscheidung, dem 4er Kunstrad der offenen Klasse, trug das Aacher Team mit Yannick Gaißer, Jone Burow, Lena Andorinha und Franziska Bötzer die Bürde des Favoriten. Alles letzter Starter in dieser Disziplin gingen die vier mit 228,75 von der Fläche, kamen als einziges Team ohne Absteiger durch und hatten so über 26 Punkte mehr rausgefahren als Steinhöring (205,55), das DM-Silber gewann. Die SG Worms-Rheindürkheim (147,4) komplettierte auf dem Bronzerang das Siegertreppchen.
Im 2er Kunstrad der Frauen zählten Sara und Lisa Knobelsies (Volkertshausen) zu den möglichen Medaillenkandidaten. In der Vorrunde, die auch als WM-Qualifikation zählte, fuhren sie 113,33 Punkte raus und belegten hinter Jodeleit/Schlüter (Knetterheide/133,22) und Mester/Osterhage (Liemer RC/Herford/118,63) Platz drei. Damit hatten die beiden auch den Platz im abendlichen Fina-Four gesichert. Dort eröffneten Hasmüller/Lichy (Magstadt/Denkendorf) das Finale mit 118,53 Punkten. Die Knobelspies Schwestern fuhren anschließend zu 114,49 Punkte. Ein kurzer Tipper beim Aufgang vom Kehrhang zum Kehrsteuerrohrsteiger kostete einen Punkt, der am Ende den Medaillentraum platzen ließ. Mester/Osterhage, die für die WM als zweites Paar nominiert sind, fuhr danach 115,08 raus. Und die Europameisterinnen Jodeleit/Schlüter holten sich mit 131,77 ihr erstes Deutsche Meister-Trikot. Erneut, wie in allen bisherigen German-Master in 2026 „nur“ Platz vier für das Duo des RSV Volkertshausen.
„Wir hatten uns nach der super Vorrunde riesig gefreut, dass wir uns für das Finale der Top 4 qualifiziert haben“, so Lisa. „ein Highlight war auf jeden Fall die Sportlervorstellung und die Final-Atmosphäre. Wir konnten diesen genießen und waren zufrieden.“ „Dennoch sind wir um 0,59 Punkte am Treppchen vorbeigeschrammt, was natürlich sehr schade ist“, so Sara. „Wir freuen uns jetzt aber diese Saison beim UCI-Weltcup-Finale im November in Frankreich schön abrunden zu können. Wir arbeiten fleißig an neuen Übungen und freuen uns schon auf nächstes Jahr.“
Quelle: Wilfried Schwarz
Autor:Presseinfo aus Singen |