Interview zum slowUp-Jubiläum
Cheforganisator Marcel Theiler blickt auf über 20 Jahre zurück

Marcel Theiler, Präsident des Organisationskomitees vom slowUp Schaffhausen-Hegau, freut sich auf die 20. Auflage des Radfahr-Events, bei dem wieder unzählige Menschen mit Rad und Skates unterwegs sein werden. | Foto: privat, Archiv
  • Marcel Theiler, Präsident des Organisationskomitees vom slowUp Schaffhausen-Hegau, freut sich auf die 20. Auflage des Radfahr-Events, bei dem wieder unzählige Menschen mit Rad und Skates unterwegs sein werden.
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Gottmadingen/Hegau. Seit 22 Jahren gibt es den slowUp Schaffhausen-Hegau. Coronabedingt - zwei Jahre musste pausiert werden - findet er in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Von Anfang an mit dabei in der Organisation ist Marcel Theiler. Seit 2017 ist er Präsident des Organisationskomitees. Er erzählt im Interview, wie es mit dem slowUp angefangen hat, was seine Reize sind und wie er sich entwickelt hat.

WOCHENBLATT: Herr Theiler, Sie sind von Anfang an beim slowUp Schaffhausen-Hegau involviert. Wie erinnern Sie sich an die Geburt dieses Events? 
Marcel Theiler: Das war 2002, als wir die Vorbereitungen für die erste Durchführung im 2005 in Angriff genommen haben. Zu jener Zeit waren Frank Hämmerle, Landrat Landkreis Konstanz, und Dr. Erhard Meister, Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, als Schirmherren mit dabei. Das Interesse war bereits damals mit über 20.000 Teilnehmende sehr groß.

WOCHENBLATT: Wie haben die teilnehmenden Gemeinden auf die Idee reagiert? Brauchte es viel Überzeugungsarbeit?
Marcel Theiler: Wir haben uns für eine möglichst touristisch attraktive Routenführung entschieden. Der Rundkurs bietet beeindruckende Ausblicke auf die Hegau-Vulkane, führt entlang des Rheins und durch die wunderschöne Altstadt von Schaffhausen. Sämtliche Gemeinden sind seit Beginn mit im Boot. Wir wissen ihr enormes Engagement sehr zu schätzen.

WOCHENBLATT: Es gibt ihn seit 22 Jahren: Was ist für Sie das Erfolgsrezept des slowUp Schaffhausen-Hegau?
Marcel Theiler: Ein besonderes Erlebnis ist es, die sonst dem motorisierten Verkehr vorbehaltenen Straßen mit eigener Muskelkraft zu befahren. Belebte Festplätze mit abwechslungsreichen Angeboten für Groß und Klein sorgen überall für echte Volksfeststimmung.

WOCHENBLATT: Wie hat er sich in den vergangenen 22 Jahren am deutlichsten verändert?
Marcel Theiler: Auffällig ist vor allem die steigende Zahl an Teilnehmenden mit E-Bikes. Da auch hier weiterhin in die Pedale getreten werden muss, sind sie zugelassen. Die Höchstgeschwindigkeit ist jedoch auf 25 Kilometer pro Stunde begrenzt, schließlich stehen Gemächlichkeit und Entschleunigung im Vordergrund.

WOCHENBLATT: Zum Abschluss: Sind Sie selbst an dem Tag mit dem Fahrrad unterwegs?
Marcel Theiler: Ich habe das Präsidium des Organisationskomitees Ende 2017 übernommen. Seither fahre ich aufgrund meinen Verpflichtungen nicht mehr selber mit. In all den Jahren zuvor habe ich selbstverständlich jeweils den ganzen Rundkurs unmotorisiert absolviert. Ich bin also mit der Streckenführung bestens vertraut.

Autor:

Tobias Lange aus Singen

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