Mit großem Fest bei der Fahr-Kantine
Ukrainer bedanken sich bei den Gottmadinger Bürgern

Ein gelungenes „Dankeschönfest“ der Ukrainischen Familien für ihre freundliche und hilfsbereite Aufnahme in Gottmadingen, wie Olena Nikolenko unterstrich - hier am Samstag vor der Fahr-Kantine,   flankiert von Bürgermeister Dr. Michael Klinger (li.) und Martin Rauwolf, Integrationsbeauftragten der Gemeinde | Foto: Bernhard Grunewald
  • Ein gelungenes „Dankeschönfest“ der Ukrainischen Familien für ihre freundliche und hilfsbereite Aufnahme in Gottmadingen, wie Olena Nikolenko unterstrich - hier am Samstag vor der Fahr-Kantine, flankiert von Bürgermeister Dr. Michael Klinger (li.) und Martin Rauwolf, Integrationsbeauftragten der Gemeinde
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  • hochgeladen von Philipp Findling

Gottmadingen. Erstmals seit ihrem Ankommen in Gottmadingen hatten ukrainische Familien am Samstagmittag, 11.Juli, die einheimische Bevölkerung zu einem „Dankeschönfest“ ab 12 Uhr an die Fahr-Kantine eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter Mitglieder des Gemeinderates, des lokalen ehrenamtlichen Helferkreises und der Gemeindeverwaltung, des Landratsamtes und des hauptamtlichen Integrationsmanagements nahmen an diesem besonderen Fest teil.

Olena Nikolenko überbrachte eingangs als Sprecherin der Familien deren „aufrichtigen Dank für die herzliche Aufnahme, die vielfältige Unterstützung, ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wir möchten mit diesem Fest unsere persönliche Wertschätzung zum Ausdruck bringen - Ihre Unterstützung hat vielen Mensche in einer schwierigen Lebenssituation Mut, Hoffnung und ein Gefühl von Heimat gegeben.“ Bürgermeister Dr. Michael Klinger zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von der Ansprache, die Nikolenko auf Deutsch hielt, und lobte das örtliche „an einem Strang ziehen“ von Martin Rauwolf als gemeindlichem Integrationsbeauftragten mit dem einheimischen Helferkreis und dem Landratsamt, welches durch die Ehrenamtsbeauftragte Lena Kolb vertreten wurde.

Nach Klingers Erfahrung kommen die Menschen aus der Ukraine mittlerweile “etwas leichter zurecht mit all den Formularen“ und finden den Weg zum Integrationsbüro nach eigenem Bekunden zwischenzeitlich „besser als Nachhause“. Das Dankeschön-Fest unter den schattenspendenden Kastanien vor der Fahr-Kantine mit seinen kulinarischen Traditionsgerichten, Kultur und kühlenden Getränken findet der Bürgermeister „toll“, wie dies auch zahlreiche Gäste bestätigen, die das Miteinander im Gespräch suchten. Immer wieder war Thema, dass Millionen Menschen durch den brutalen Überfall Russlands auf die Ukraine und den anhaltenden Krieg aus ihrer angestammten Heimat flüchten und in europäischen Nachbarländern Schutz suchen müssen.

Alleine in Gottmadingen „sind seit Kriegsbeginn 397 Menschen aufgenommen worden“, so Martin Rauwolf als städtischer Integrationsbeauftragter. „Davon sind 120 Personen weggezogen, so dass aktuell 277 Menschen aus der Ukraine bei uns leben. Untergebracht sind sie in Wohnungen der Gemeinde und in privatem Wohnraum, den wir als Gemeinde vermitteln konnten oder der privat angeboten wurde“. Derzeit arbeitet Rauwolf an einem noch besseren Netzwerk für die Kriegsflüchtlinge, unterstreicht vor allem die anhaltende Bedeutung des Spracherwerbs und hofft auf eine noch größere Beteiligung insbesondere der ukrainischen Jugend an örtlichen Vereinen.

Autor:

Bernhard Grunewald aus Singen

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