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Caritas plant "offenes" Wohnprojekt für die "Rattenäcker"

Realschule Quartier
Vor dem Plakat für die Quartiersplanung in der Nachfolge der Schulnutzung: Bürgermeister Dr. Michael Klinger, Stefan Leiber und Jeruscha Schettler wie Geschäftsführer Wolfgang Heintschel von der Caritas Singen-Hegau. swb-Bild: of

Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung auf dem Schulareal in Gottmadingen

Gottmadingen. Auch wenn der Gottmadinger Gemeinderat nach diversen Bürgerbeteiligungen für das Areal "Rattenäcker" in der Nachfolge der Schulen und Eichendorff-Halle noch am diskutieren ist, was eine künftige Struktur und Gestaltung betrifft, so gibt es nun eine weitere "Leitplanke", wie Bürgermeister Dr. Michael Klinger und Wolfgang Heintschel von der Caritas Singen-Hegau nun öffentlich bekannt geben konnten. Denn seit seinem Jahr sei man im Gespräch darüber, in Gottmadingen ein offenes Wohnangebot für Menschen mit Behinderung zu erstellen, das in eine Wohnanlage integriert werden soll. Pläne gibt es dafür noch keine, auch die Frage nach einer Bauträgerschaft ist noch offen, dafür wurde nun der erklärte Wille für dieses Projekt in Gottmadingen öffentlich gemacht in einer Medienkonferenz.

Die Caritas sieht Bedarf für diese Wohnform im Landkreis, es gäbe eine Warteliste für Menschen mit Behinderung, die gerne selbständig leben wollten, sagte Wolfgang Heintschel. Zudem gäbe es durchaus auch viele Menschen, die im Raum Gottmadingen und westlicher Hegau lebten. Die "Aktion Mensch" unterstützt das Projekt in der Planung mit 150.000 Euro, dafür sind nun bei der Caritas Jeruschka Schettler und Stefan Leiber mit einem Teil ihre Deputats zuständig. Im Sinne des neuen Teilhabegesetzes sei hier auch eine neue "offene" Form nötig, die die Inklusion bestärkte. Das klassische Heim von das die Caritas in Singen und Stockach in fünf Einrichtungen betreibt, habe nur noch Bestandschutz. In welcher Form dieses Angebot hier in Gottmadingen entstehen könne, sei aber noch völlig offen. Seitens der Caritas sit das Projekt auf fünf Jahre erst mal angelegt.

So lange hat die Gemeinde Gottmadingen allerdings nicht ganz Zeit. Denn die Finanzierung der neuen Eichendorff-Schule baut auch mit auf dem Verkauf der Liegenschaften am alten Standort auf, wie Bürgermeister Dr. Michael Klinger sagte. Rund zwei Millionen Euro sind das. Deshalb sollte man auch in diesem Jahr die weiteren Leitplanken für das Gebiet gesetzt haben, um in Konkrete Planungen, oder auch in einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb einsteigen zu können.  Die neue Schule soll bis zum Herbst einzugsbereit sein. Die Gemeinde müsste dann eine Zwischenfinanzierung einlegen.

 

 

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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